Saisonbeginn an der Scala von Streik bedroht
Der Widerstand der Mitarbeiter gegen den Intendanten des Mailänder Opernhauses wird stärker.

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Nachdem Scala-Intendant Stephane Lissner bekundet hat,
dass er mindestens bis 2013 das Mailänder Opernhaus führen wird, ist
der Saisonbeginn von einer Streikaktion eines Teils der Belegschaft
gefährdet. Rund 60 Orchester- und 40 Chormitglieder, die dem
Gewerkschaftsverband Fials angehören, drohen mit dem Boykott der am
7. Dezember geplanten Saisonpremiere. Damit könnte die Aufführung von
Verdis "Don Carlo" unter der Leitung des Dirigenten Daniele Gatti
ausfallen, berichtete die römische Tageszeitung "La Repubblica" am
Dienstag.
Unfaire Verteilung? Die Gewerkschaft Fials kritisiert die ihrer Ansicht nach unfaire
Verteilung der Einnahmen durch den Verkauf von TV- und
Radioübertragungsrechte für die Scala-Aufführungen. Die "Rebellen"
halten auch die vom Opernhaus genehmigten Gehaltserhöhungen für
unzulänglich, für die sich andere Gewerkschaften bereits
ausgesprochen haben.
Unterstützung. Obwohl nur ein Teil der 900 Mitarbeiter des Theaters den Protest
der Gewerkschaft Fials unterstützt, könnte diese Minderheit mit ihrem
Streik den Saisonstart verhindern. Dies würde für das Opernhaus neben
dem Imageschaden fehlende Einnahmen in Höhe von 2,5 Millionen Euro
bedeuten.
Vorstellungen abgesagt. Die Scala hatte am Samstag die Absage der drei letzten
Vorstellungen von Franz Lehars "Die lustige Witwe" bekanntgegeben.
Intendant Lissner, der seit 2005 die Scala führt und auch Musikchef
der Wiener Festwochen ist, appellierte an die Einheit der
Theatermitarbeiter: "Wir müssen geschlossen bleiben. Ohne
Zusammenhalt hätten wir die Arbeit dieser letzten vier Jahre nicht
schaffen können", so Lissner.















