Vilnius präsentiert sich in teuren Werbespots
Die litauische Hauptstadt investiert neun Millionen Euro in die Bewerbung ihres kulturellen Angebots.

Foto © AP
Die Botschaft des Werbespots auf BBC und CNN ist
unmissverständlich: In Vilnius ist schon heute kulturell eine Menge
los. Der 30 Sekunden lange, flott geschnittene Spot präsentiert die
litauische Hauptstadt von ihrer besten Seite, zeigt einige kulturelle
Highlights dieses Jahres und weckt Erwartungen für das kommende.
Kulturhauptstadt. Nur noch wenige Wochen und Vilnius darf gemeinsam mit Linz für
zwölf Monate den Titel "Europäische Kulturhauptstadt" tragen. Die
Marketingmaschinerie für das Projekt Vilnius '09 läuft längst auf
Hochtouren. Mit einer internationalen, Anfang November gestarteten
Werbekampagne stellt sich die künftige Kulturhauptstadt Vilnius nun
auch im Ausland vor.
Kampagne. "Die Kampagne startete in den direkten Nachbarländern, ging dann
weiter in die nordischen Länder und setzte sich in Mitteleuropa
fort", sagt die geschäftsführende Direktorin von Vilnius 09, Dalia
Bankauskaite. Sechs Wochen soll die internationale Kampagne laufen.
Werbespots. "Wir nutzen alle Kanäle", sagt Bankauskaite. "Fernsehspots,
Außenwerbung und Presseveranstaltungen in Zusammenarbeit mit den
litauischen Tourismusbüros und den Botschaften."
In England gezeigt. Der Vilnus-Werbespot läuft auf BBC und CNN zur besten Sendezeit.
Erste Erfolge seien bereits zu verzeichnen. "Seit dem Start des
Werbespots sind die Zugriffe auf die fremdsprachigen Seiten unserer
offiziellen Website angestiegen", sagt Bankauskaite. Die Sender
zeigten sich auch bei der Preisgestaltung sehr entgegenkommend. "Wir
konnten Rabatte von bis zu 60 Prozent heraushandeln", freut sich
Bankauskaite.
Budget. Das Gesamtbudget für die Jahre 2008-2010 beläuft sich auf 300
Millionen Litas (86,9 Mio. Euro), es teilt sich auf in 100 Mio. Litas
für künstlerische Projekte (sowie für Werbe- und Marketingmaßnahmen,
die mit umgerechnet 9 Mio. Euro budgetiert sind) und 200 Mio. Litas
für Infrastruktur. Wie viele der mindestens 300 geplanten Projekte
des Kulturhauptstadtjahres letztendlich umgesetzt werden, ist noch
offen, da die Organisation erst einen kleinen Teil der zugesagten
Summe erhalten hat. Bankauskeite gibt sich dennoch zuversichtlich.
Zwar stehe auch Litauen vor wirtschaftlich schwierigen Zeiten, aber
die Politik stünde voll hinter dem Projekt.














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