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    Zuletzt aktualisiert: 10.10.2008 um 21:34 UhrKommentare

    Olafur Eliasson lässt gelben Nebel in Wien aufsteigen

    Ein irritierendes Spiel mit Licht und Rauch, damit "Luft sichtbar wird": Der dänische Künstler Olafur Eliasson taucht für den Verbund einen Platz in der Wiener Innenstadt in "Yellow Fog".

    Olafur Eliasson

    Foto © APAOlafur Eliasson

    Wenn es die Temperaturen zuließen, könnte man im Gastgarten der "Bodega Marques" ums Eck bei Tortillas im Nebel sitzen. "Am Hof" in Wien steigt nämlich ab nun permanent gelber Rauch auf, sobald die Dämmerung anbricht. Olafur Eliasson hat entlang der Fassade des Verbund-Gebäudes ein Gitter in den Gehsteig eingelassen, aus dem 32 Neonröhren strahlen und zyklisch für 40 Sekunden "Yellow Fog" wolkt.

    Nebel als zentrales Medium. Nebel ist für den Dänen isländischer Herkunft zu einem zentralen Medium seiner Arbeiten geworden. Der 41-Jährige, einer der renommiertesten und bestbezahlten Künstler der Welt, ließ unter anderem schon 2003 in der Tate Gallery in seinem "Weather Project" mit einer raffinierten Licht&Spiegel-Installation die Sonne in einem Dunst aus Zucker und Wasser aufgehen, bescherte damit den Londonern samt Touristen eine geradezu spirituelle Erfahrung und dem Museum einen Rekord an Eintritten.

    Ungiftige farbstoffe. Mit ungiftigen Farbstoffen veränderte Flüsse für sein Projekt "Green River". Das Hybridmodell H2R von BMW, in der Münchner Pinakothek in Eis verpackt. Oder zuletzt die noch bis zum Montag unter anderem von der Brooklyn Bridge stürzenden Wasserfälle in New York: Eliassons Projekte sind immer massentauglich, aber nie spekulativ. "Ich habe keine Angst vor Spektakel", sagt der von Wissenschaften inspirierte Künstler zwar, ist aber dennoch tiefgängig und stellt sein Spiel mit Naturphänomenen stets in soziale Kontexte.

    veränderte Wahrnehmung. So solle auch der vom Verbund-Konzern in Auftrag gegebene "Gelbe Nebel" im 1. Wiener Bezirk "einer veränderten Wahrnehmung der Stadt dienen. Der öffentliche Raum ist ja nicht einfach ein Sockel, auf den man alles stellen kann, es braucht auch Reibung." Und wo Reibung, da Widerstand, da Spannung, da Energie, wie nicht nur Herr Ohm, sondern auch Herr Eliasson weiß.

    MICHAEL TSCHIDA

    Zur Person

    Olafur Eliasson, geb. 5. 2. 1967 in Kopenhagen.
    Der Däne mit isländischen Wurzeln lebt großteils in Berlin, zählt zu den gefragtesten Künstlern weltweit. Buchtipp: "Studio Olafur Encyclopedia". Taschen Verlag.

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