Memorial der Spitzenklasse
Das Jazz-Trio "Giuffre Zone" beim Musikforum Viktring.
Drei Ausnahmemusiker hatten sich am Montag in Viktring vereint: Bassist Per Mathisen (spielt Kontrabass, als wär´s ein Klavier), Gerald Preinfalk (spielt eine Klarinette, als wären´s drei) und Christoph Cech (spielt Klavier, als wär´s ein ganzes Orchester).
Feinfühlig. Geistiger Vater des seit zwei Jahren bestehenden Trios ist der texanische Free-Jazz-Poet Jimmy Giuffre, der 86-jährig im April 2008 verstorben ist. Er hielt sich in den Sechzigern an Debussys Klangwelt und kreierte einen feinfühligen Jazzstil, mit dem er drei Jazz-Generationen prägte. Preinfalk, Cech und Mathisen stehen in würdiger Nachfolge. Ob Rhythm-Nummer oder Ballade, ob von Giuffre oder ihnen selbst - ihre Performance ist lebendig, humorvoll und vor allem äußerst virtuos.
Sehnsucht. Selten verlässt man ein Konzert so froh und erfüllt. "Musik ist die Sehnsucht nach dem Ursprung der Dinge", hatte Giuffre gesagt. Im Freskensaal des Stiftes Viktring wurde dies Ereignis.















