Dorotheum versteigert restituiertes Amerling-Gemälde
Bedeutendes Biedermeier-Werk "Mädchen mit Strohhut" von 1835 dürfte sechsstellige Summe erzielen. Ernst Gotthilf musste es vor seiner Flucht verkaufen.

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Zwölf Empfehlungen für Rückgaben sprach der
Restitutionsbeirat am 1. Juni 2007 aus. Darunter Friedrich von
Amerlings Gemälde "Mädchen mit Strohhut" aus 1835, das bis heute den
Bestandskatalog des Belvedere ziert. Der Architekt Ernst von Gotthilf
hatte vor seiner Flucht 1938 seine Kunstsammlung verwerten müssen,
das Belvedere hatte das Amerling-Werk schließlich bei einer
Versteigerung erworben. Am 15. Oktober kommt das bedeutende
Biedermeier-Gemälde wieder unter den Hammer. Die Erben nach Gotthilf
haben das nun restituierte Werk dem Dorotheum zum Verkauf anvertraut.
Dort rechnet man mit einer "sechsstelligen Summe", wie es heute,
Mittwoch, auf APA-Anfrage aus dem Auktionshaus hieß.
Der ursprüngliche Besitzer Ernst von Gotthilf, Erbauer etwa des
Bankvereins-Gebäudes am Schottenring oder des Palais Fanto,
emigrierte aufgrund der Verfolgung durch das NS-Regime 1938 nach
London. Davor war er gezwungen seine Kunstsammlung zu veräußern.
Erfolglos versuchte er mehrere Werke, darunter das "Mädchen mit
Strohhut", an die Neue Galerie kommissionsweise zu verkaufen, über
das Auktionshaus Weinmüller gelangte es schließlich doch in die
Österreichische Galerie. Unter den Gemälden des 19. Jahrhunderts, die
bei der Herbstauktion angeboten werden, gehört das "Mädchen mit
Strohhut" als eines der "bedeutendsten Werke der Wiener
Biedermeier-Malerei" sicherlich zu den Höhepunkten, gerade wenn man
seine lange Abwesenheit vom Kunstmarkt bedenkt.














