(Verw)Irrungen mit Liebe und Lust
Kurzweilig und mit "special effects": "Sommernachtstraum" im Krastal.
Turbulent geht es heuer im Krastaler Steinbruch zu. Da wird gehopst, gesprungen, über Steinwände geklettert und an Stahlseilen über die Köpfe des Publikums hinweg "geflogen". Regisseur und Schauspieler Anselm Lipgens hat Shakespeares "Sommernachtstraum" für die "neuebuehnevillach" und für das Krastal adaptiert.
Aktiv Zuschauen. Um ein (fast) dreistündiges Stück rund um Irrungen und Verwirrungen der Liebe ohne Langeweile über die Runden zu bringen, muss man sich einiges einfallen lassen. Und das hat Lipgens auch. Die Spielorte sind unterteilt. Man muss sich zumindest zweimal erheben, um sich samt Sessel wieder in die richtige Position zu bringen.
Schöne Stimmen. Müßig, den Inhalt des Verwirrspiels nach zu erzählen. Nur soviel: Die menschliche Liebe wird hier tatkräftig von Elfen und Pucks manipuliert, zuletzt bleibt nicht einmal Elfenkönigin Titania davon verschont und muss sich in einen Esel verlieben. Viel Musik (Fritz Rainer) lockert den Abend auf, eine gute Gelegenheit sich von der betörend-schönen Stimme der Elfenkönigin (Annette Schönmüller) verzaubern zu lassen.
Flott. Mitunter sind manche Szenen zu langatmig geraten (etwa beim Rückgängigmachen des Liebeszaubers), aber großes Lob den Schauspielern: die sind allesamt sehr flott, witzig und amüsant. Das Publikum dankte mit standing Ovations.
Features
Veranstaltungsinfos
Aufführungen: Nächste Woche Do-Sa, 20 Uhr.
Tel. (06 81) 106 59 527.














