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    Zuletzt aktualisiert: 24.06.2008 um 16:33 UhrKommentare

    Polnischer Regisseur Jozef Szajna gestorben

    Der 86-Jährige galt als eine der bedeutendsten künstlerischen Persönlichkeiten im Nachkriegspolen. Er überlebte eine vierjährige Haft in den Konzentrationslagern Buchenwald und Auschwitz.

    Prägende Erfahrung: Der Regisseur war in Auschwitz inhaftiert

    Foto © APPrägende Erfahrung: Der Regisseur war in Auschwitz inhaftiert

    Der polnische Regisseur, Bühnenbildner und Maler Jozef Szajna ist tot. Der Künstler und Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime starb am Dienstag im Alter von 86 Jahren in Warschau, wie die Polnische Nachrichtenagentur PAP meldete. Der aus Rzeszow im Südostpolen stammende Szajna galt als eine der bedeutendsten künstlerischen Persönlichkeiten im Nachkriegspolen. Er leitete unter anderem die Theaterhäuser in Krakau und Warschau, wo er mit eigenwilligen Inszenierungen auffiel.

    Protest gegen Regime. Aus Protest gegen die Verhängung des Kriegsrechts durch die Kommunisten 1981 legte er die Leitung des Warschauer Theaters Studio sowie seine Professur an der Kunstakademie Warschau nieder. Internationale Anerkennung brachte ihm 1970 die Installation "Reminiszenzen", die erstmals auf der Biennale in Venedig 1970 präsentiert wurde. Diese Arbeit war den durch die Nationalsozialisten ermordeten Künstlern gewidmet. Kriegserlebnisse hatten seine künstlerische Tätigkeit stark geprägt. 1941 als Widerstandskämpfer im Zweiten Weltkrieg festgenommen, überlebte Szajna eine vierjährige Haft in den NS-Konzentrationslagern Auschwitz und Buchenwald.

    Weltweite Anerkennung. Szajnas Werk fand weltweit große Beachtung. Eine Gesamtschau seiner künstlerischen Arbeiten wurde 1995 in der Gedenkstätte Buchenwald und im Deutschen Nationaltheater Weimar gezeigt. Die Universität Oldenburg verlieh ihm 2002 die Ehrendoktorwürde.

    "Moralische Sorge". Szajnas Stimme sei immer die Stimme der "großen moralischen Sorge um den Zustand unserer Zivilisation, um die Menschheit und das Wesen der Versöhnung" gewesen, sagte der Leiter der Gedenkstätte Auschwitz, Piotr Cywinski. Szajna hatte die Entstehung eines "Hügels des Gedenkens und der Versöhnung" in Auschwitz angeregt und dafür ein Denkmal entworfen.


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