Erotische Allegorien und aufschlussreiche Differenzen
Die Galerie Magnet zeigt neue Arbeit von Erwin Ringel und vergleicht Werner Berg mit Werner Scholz.
In gewohnt seriöser Manier bespielt Magnet seine Kärntner Galerien. In Völkermakt mit einer Werkauswahl von Franz Ringel. Mehrheitlich neue Arbeiten aus den letzten beiden Jahren. Auf Papier in Acryl-Mischtechnik überwiegend Portraits, Akte und Reiseimpressionen. Dazwischen die bekannten wilden Menschenfiguren und erotischen Allegorien aus den 70er Jahren, als der Künstler noch mit "Franz" signierte, eher er 1980 zum "M.J.M" wechselte. Mittelgroßen Aluminiumgüssen von Bruno Gironcolli teilen den Ausstellungsraum und verleihen ihm eine zusätzliche Note.
Expressionismus. In Klagenfurt geschieht dies mit Werner Berg (1904-1981) und Werner Scholz (1898-1982). Zwei Künstler, die der deutsche Expressionismus bleibend prägte. Von den Turbulenzen des vergangenen Jahrhunderts in neue Heimaten verschlagen, hat sie der Kreis um Emil Nolde zusammengeführt. Doch über die Jahre haben sie sich entfremdet und letztlich getrennt. Posthum führt man sie über ihre Werke wieder zusammen. Die Bilder, überwiegend aus privaten Beständen, geordnet nach Genres, bekunden gemeinsame Wurzeln wie aufschlussreiche Unterschiede. Bedeutende Künstler waren sie beide: der Rheinländer aus Kärnten und der Berliner aus Tirol. Das dokumentiert auch ein schöner Katalog. Erweitert durch Kärntner Szenen in Fotografien von Scholzens Ehefrau Ursula.
Features
Franz Ringel
Galerie Magnet. Völkermarkt. Hauptplatz. Mo-Do 8.30 - 13, 14 - 18 Uhr. Sa 9-12.30 Uhr. Bis 28. Juni.
Berg/Scholz
Galerie Magnet, Palais Fugger, Klagenfurt. Theaterplatz 5; Di-Fr 15-18 Uhr. Sa. 10-17 Uhr. Bis 17. Juli.














