Die Briten gaben sich "wienerisch"
Superlativer Auftakt für das Laibacher Sommerfestival am Donnerstagabend im Cankar Center: Die "Royals" lieben Dvorak. Jedenfalls das Royal Philharmonic Orchestra London und sein so gar nicht britisch-kühler, dynamischer Leiter Sir Andrew Davis. Immerhin wurden aus dem Tourneetornister für Laibach des großen Tschechen eher unbekannte Karnevals-Overture und seine 7. Symphonie ausgepackt. Ebenfalls dem musikalischen Reisegepäck entnommen: Robert Schumanns Konzert für Violoncello und Orchester. Verbrämt durch das rare solistische Können des jungen Cellisten Danjulo Ishizaka.
Überbordende Musizierfreude, fast schon zu präsente Blechbläser und Streicher von nahezu "wienerisch philharmonischer" Güte zeichnen das Spiel der "Londoner" aus.
Die Kontraste betonend, klanglich überaus differenziert, mit einem Finale gleich einem orchestralen Vulkanausbruch entsteht die am 22. April 1885 unter Dvoraks Stabführung in London uraufgeführte "Siebente". Aus der hochmusikalischen Sicht der "Royal Philharmonics" ein unvergessliches Hörerlebnis.














