Roms lange Nacht der Museen fällt wegen leerer Kassen aus
In Rom muss die lange Nacht der Museen in diesem Jahr ausfallen, da die Kassen der italienischen Hauptstadt leer sind. "Wir haben andere Prioritäten, vor allem den Verkehr, die Löhne und die Sozialpolitik", sagte Bürgermeister Gianni Alemanno in einem Interview der Tageszeitung "Il Messaggero" vom Donnerstag.

Foto © APADie lange Nacht der Museen erfreut sich Österreich größter Beliebtheit.
Die
Veranstaltung wurde seit vier Jahren organisiert, im vergangenen Jahr
hatten 2,5 Millionen Menschen die Nacht genutzt, um Konzerte,
Ausstellungen, Vorführungen und Museen zu besuchen.
Leere Stadtkasse. Die neue Stadtverwaltung unter Alemanno wirft ihrer Vorgängerin
unter dem Mitte-links-Politiker Walter Veltroni vor, ein
Acht-Milliarden-Euro-Loch in der Stadtkasse hinterlassen zu haben.
Die Regierung des konservativen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi
musste am Mittwoch einen Vorschuss von 500 Millionen Euro gewähren,
damit die Geschäfte der Stadt weitergeführt werden können. Die erste
lange Nacht der Museen hatte die Stadt am Tiber im Jahr 2003
organisiert, die Idee stammt aus Berlin, wo es die Nacht 1997 zum
ersten Mal gab. Auch andere italienische Städte wie Mailand, Padua
und Neapel übernahmen das Konzept.
Österreich. In Österreich hatte die zum achten Mal veranstaltete "Lange Nacht
der Museen" im Herbst 2007 einen Rekord von 390.900 Besuchen in 550
teilnehmenden Institutionen erreicht.














