Österreichisches Filminstitut fördert 27 Projekte mit 1,1 Mio. Euro
Verstärkte Förderung gibt es für Drehbücher für Filme mit "klarer österreichischer Identität in einer Vielfalt an Stoffen und Genres".

Foto © APAEine Herstellungsförderung gibt es für vier Filme
27 neue Filmprojekte werden vom Österreichischen
Filminstitut mit insgesamt 1,1 Millionen Euro gefördert. Wie die vor
kurzem neu bestellte Projektkommission des Filminstituts in einer
Aussendung mitteilte, fließen dabei rund 785.000 Euro in den Bereich
der Projektförderung, Mittel in Höhe von 379.000 Euro wurden in Form
von Referenzmitteln gebunden. Zum dritten Antragstermin 2008 waren 54
Förderungsanträge mit einem Gesamtvolumen von 5,1 Mio. Euro
eingegangen.
Herstellungsförderung.
Insgesamt vier Filme erhalten eine Herstellungsförderung: Der von
Coop 99 produzierte Spielfilm von Jasmila Zbanic, "On the Path", mit
160.000 Euro, Michael Steiners "Sennentuntschi" (Superfilm) mit
170.000 Euro sowie Chris Kraus' von der Dor Film produzierter
Spielfilm "Poll" (ohne Mittelbindung) und Anatol Reghintovschis
"Outskirts" (Aichholzer Film) mit 68.355 Euro.
Statement.
Da bei den Einreichungen zur Herstellungsförderung die
"minoritären Koproduktionen weit überwogen" haben, hat die
Projektkommission, der Andrea Maria Dusl, Helmut Grasser, Ursula
Wolschlager und Roland Teichmann angehören, ein Statement verfasst,
in dem es heißt: "Von 15 Einreichungen auf Herstellungsförderungen
waren zehn minoritäre Koproduktionen". Solche seien "gänzlich
ungeeignet, eine solide Grundlage für das heimische Filmschaffen zu
schaffen", so die Aussendung. "Sie tragen auch nichts zur Steigerung
des positiven Images des österreichischen Films im In- und Ausland
bei."
Aufforderung.
Der in letzter Zeit erfolgte "massive Anstieg" von österreichisch
minoritären Koproduktionen habe die Projektkommission veranlasst,
"die heimischen Filmproduzenten und Filmschaffenden nachdrücklich
aufzufordern, verstärkt eigene, genuin österreichische Stoffe und
Projekte zu entwickeln und herzustellen". Nur so könne die
wesentliche Zielvorgabe der Filmförderung erfüllt werden, Filme mit
"klarer österreichischer Identität in einer Vielfalt an Stoffen und
Genres" für ein heimisches Publikum und den internationalen Markt zu
ermöglichen.
Drehbuchentwicklungen.
In diesem Sinne habe man verstärkt Drehbuchentwicklungen solcher
Stoffe gefördert: So wurden vier Projektentwicklungen unterstützt
(von Franz Leopold Schmelzer, Franz Novotny, Leopold Lummerstorfer
und Susanne Brandstätter), Zuwendungen für die Drehbuchentwicklung im
Team erhielten unter anderen Harald Sicheritz, Thomas Glavinic und
David Schalko (Regie), Silke Hassler und Peter Turrini (Regie:
Elisabeth Scharang) oder Kurt Palm und Reinhard Jud. Weiters wurden
Drehbuchherstellungen, Kinostartförderungen und berufliche
Weiterbildungen unterstützt.















