Elfriede Jelinek: "Ich wüsste keinen Besseren"
Über "eine ganz tolle Entscheidung" freute sich auch der österreichische Germanist Wendelin Schmidt-Dengler.
Elfriede Jelinek, österreichische
Literaturnobelpreisträgerin und Büchner-Preisträgerin des Jahres
1998, hält die Zuerkennung des Büchner-Preises an Josef Winkler für
"eine wunderbare Entscheidung!". "Ich wüsste keinen Besseren...",
kommentiert sie die Entscheidung der Akademie für Sprache und
Dichtung gegenüber der APA.
Sprachgewalt.
Über "eine ganz tolle Entscheidung" freute sich auch der
österreichische Germanist Wendelin Schmidt-Dengler im APA-Gespräch.
Der Georg Büchner-Preis an Josef Winkler sei "in gewisser Weise
fällig" gewesen. "Wegen seiner Sprachgewalt zählt er sicher zu den
bedeutendsten deutschsprachigen Autoren", so Schmidt-Dengler, es gebe
kaum einen anderen Autor, der "verquerste menschliche Vorgänge so
prägnant und vielschichtig gefasst hat". Vor allem aber gebe es kaum
jemanden "der das Wesen des Katholizismus so kritisch wortbar gemacht
hat".
Bibliografie.
Vor allem mit seiner Novelle "Natura Morta" (2001), sowie mit den
Romanen "Der Leibeigene" (1987) und "Friedhof der bitteren Orangen"
(1990) habe Winkler "Meisterstücke weit über die dörfliche Enge
hinaus" geschaffen. "Es sind Endlosschleifen des erotischen Irrens
und Verirrens", die "menschliche Befangenheiten mit schonungsloser
Schärfe" darzustellen vermögen.















