Weltweit schwerste Goldmünze in Wien
"Canadian Maple Leaf" ist als Dauerleihgabe an das Münzkabinett im Kunsthistorischen Museum zu bestaunen.

Foto © AP
Drei Zentimeter dick, ein Durchmesser von etwa einem
halben Meter und 100 Kilogramm schwer: Das sind die Maße der
Goldmünze, die ab heute, Mittwoch, im Wiener Kunsthistorischen Museum
zu sehen ist. Die weltweit größte und schwerste Münze "Canadian Maple
Leaf" mit einem bisher unerreichten Reinheitsgrad von 99,999 Prozent
ist eine Dauerleihgabe der Auer von Welsbach-Gruppe an das
Münzkabinett des Museums.
In Vitrine aufbewahrt. Aufbewahrt wird das strahlende Goldstück, das auf der einen Seite
ein Abbild von Königin Elizabeth II. und auf der anderen ein
Ahornblatt zeigt, in einer einbruch- und durchbruchsicheren Vitrine
in der Mitte des Raums. Aktuell ist sie rund zwei Millionen Euro
wert, versichert ist die Münze für drei Millionen Euro. "Gold war
immer schon ein Zeichen von Regenten", unterstrich Günther Dembski,
Direktor des Münzkabinetts, bei der Präsentation den Wert des
Prachtstücks.
Nut fünf Stück weltweit. Die "Canadian Maple Leaf" wurde von der kanadischen Münzanstalt
anlässlich ihres 100. Geburtstages gegossen. Weltweit gibt es davon
fünf Stück. Geplant waren ursprünglich elf Münzen, dann wurde die
Zahl auf sechs reduziert. Eine Münze musste schlussendlich
aussortiert werden, weil sie um zwei Gramm zu leicht war. "Man sieht
also, wie genau das genommen wird", betonte Dembski. Auch die
kanadische Botschafterin, Marie Gervais-Vidricaire, die den
Ehrenschutz für das wertvolle Objekt übernommen hat, zeigte sich über
die Leihgabe hoch erfreut.
Kleinste Münze. Als Nachbarn in der Vitrine hat die größte Münze passenderweise
die kleinste Goldmünze der Antike. Gefunden wurde der 0,24 Gramm
leichte Winzling, der etwa aus dem zweiten Jahrhundert vor Christus
stammen dürfte, in einer niederösterreichischen Keltensiedlung. In
ihre "große Schwester" würde sie übrigens rund 400.000 Mal
hineinpassen.















