Heuer tanzen die Finger zu Verdi und Rossini
Akkordeonist Polanz in italienischer Stimmung.
Zehn Jahre ist es bereits her, da sorgte ein Musiker aus St. Veit für Unmut im Sängergau: Leopold Polenz interpretierte alte und neue Kärntnerlieder auf dem Akkordeon und bewies, dass die Lieder auch "ungesungen" schön klingen. Was die einen als "mitreißendes Kultursignal" werteten, schien den anderen als Sakrileg. Für Polanz selbst war die Aufregung Motivation, die Debüt-CD ein Erfolg und damit die Basis für alle weiteren musikalischen Projekte des 79-Jährigen.
"Aida". "Die Interpretation," sagt er, "ist eine der letzten großen Freiheiten." Nach russischen (2006) und ungarischen Liedern (2007) genießt er bei seiner Dancing Fingers Tour 2008 die Freiheit auf Italienisch. Lieder wie "Tiritomba" oder "Ach wie so trügerisch" seien, so Polanz, "nicht tot zu kriegen." Die kann man immer wieder hören, ebenso wie die berühmte "Siciliana" von Pergolesi, den Triumphmarsch aus Verdis "Aida" oder den "Tanz der Stunden" aus Ponchiellis "La Gioconda". Dass die Melodien bereits für Akkordeon gesetzt waren, kam Polanz entgegen. Das Alter fordert seinen Tribut: "Die Harmonika wird immer schwerer." Frisch gestimmt ist sie allerdings und der Meister schwärmt von den Schattierungen und Stimmungen, in die er sich (und seine Zuhörer) bei den Konzerten hinein schaukeln wird.
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Features
Dancing Fingers Tour
Musik aus Italien am 28. Mai, 19.30 Uhr, evangelische Kirche Althofen.
Am 25. Juni, 20 Uhr, evangelische Kirche Villach (Stadtpark)















