Nun ist Karlich wieder Karlich
Nach der Geburt ihrer Tochter kehrt Barbara Karlich (39) ins Studio ihrer Talk-Show zurück. Mit Dorian Steidl ist sie zufrieden, ans Aufhören denkt sie überhaupt nicht.

Foto © ORF/'Die Barbara Karlich Show'Die erste Folge der Karlich-Show mit Steidl war am 15. Jänner zu sehen
Eigentlich war Barbara Karlichs erste Sendung nach der Babypause für Mittwoch eingeplant. Die aktuelle Berichterstattung rund um die Familientragödie in Amstetten zwingt den ORF das Comeback der "Talk-Queen" auf Freitag zu verschieben. Doch schon am Mittwoch mischt sich Karlich unter die Gäste bei ihrer Vertretung Dorian Steidl. Der "Dancing Star" lieferte in seinen 70 Sendungen eine gute Performance ab und hatte fast gleich viele Zuseher wie die Burgenländerin selbst (261.000 im Schnitt).
Herzlichen Glückwunsch zur Geburt Ihrer Tochter. Wie kam es zu den Namen Gloria Deva Estella?
BARBARA KARLICH: Er bedeutet glorreicher, göttlicher, kleiner Stern. Gloria war schon immer mein Favorit und drei Namen sind einfach besser, falls ihr einer nicht so gefällt.
Wie gefiel Ihnen Dorian Steidl als Ihre Vertretung?
KARLICH: Ich habe seine Sendungen leider nie zur Gänze gesehen. Gloria hat meist gegen 16.10 Uhr zu schreien begonnen. Es steht mir ohnehin nicht zu, ihn zu loben, doch bin ich froh, dass er für die Vertretung ausgewählt worden ist. Er hat Humor, Einfühlungsvermögen, die richtige Portion Neugierde und den nötigen Respekt mitgebracht - alles Ingredienzen, die man als Talkmaster braucht.
Hatten Sie vor Steidls erster Sendung ein gutes Gefühl?
KARLICH: Ja. Wir begannen unsere Karrieren beim ORF zeitgleich
und mochten uns schon immer. Dass er "Dancing Stars" gewonnen hat, war natürlich der Hammer. Es ist das Jahr des Dorian Steidl und für die Talkshow war es eine tolle Werbung.
Konnten Sie zumindest "Dancing Stars" in Ruhe sehen?
KARLICH: Ja, da hat Gloria immer geschlafen. Gevotet hab ich einmal - für "Herrn Karlich" versteht sich!
Haben Sie sich seit der Geburt verändert?
KARLICH: Jeder sagt mir, ich bin gelassener geworden, geduldiger und nicht mehr so explosiv - vor allem beim Autofahren.
Wo ist Gloria, während Sie arbeiten?
KARLICH: Während wir von Montag bis Mittwoch die Show aufzeichnen, ist sie bei meinen Eltern im Burgenland.
Seit 1999 talkten Sie in 1566 Folgen. Wie lange wollen Sie noch weitermachen?
KARLICH: Ich vergleiche mich zwar nicht, aber Oprah Winfrey macht ihre Talk-Show seit 1984. Wenn alles passt, kann ich mir vorstellen, es noch lange zu machen. Außer es gibt einen Einbruch bei den Zuschauerzahlen. Aber die Talkshow allein lastet mich nicht aus. Nebenher schreibe ich meine Dissertation in Soziologie. Thema: "Talkshow als Bühne des Lebens - Alltagswelt der Talkshowgäste".
Haben Sie nicht wieder einmal Lust, eine Sendung im Abendprogramm zu moderieren?
KARLICH: Dass ich auch andere Sachen kann, hab ich mitunter mit "Karlich danach" bewiesen. Aber ich habe einen Arbeitgeber und der bestimmt. Ich kann nur sagen: "Wenn ihr wollt, ich würd' gern!"
Sind eigentlich alle Gäste in der Show echt?
KARLICH: Ja, etwas anderes kann man sich in Österreich nicht erlauben, da kennt doch jeder jeden. Bezahlt werden die Gäste auch nicht.
Features
Fakten
Dorian Steidl, bekannt als "Bingo-Moderator" und "Dancing Star 2008" hat Karlich seit Mitte Jänner als Moderator der Karlich-Show vertreten.














