Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
  • Zur Kärnten-Ausgabe
  • 31. Juli 2014 13:30 Uhr | Als Startseite
    Neu registrieren
    Salzburger Festspiele: Horvath-Stück ab 17. August Barenboim fürchtet Folgen des Gaza-Krieges Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Kultur & Medien Nächster Artikel Salzburger Festspiele: Horvath-Stück ab 17. August Barenboim fürchtet Folgen des Gaza-Krieges
    Zuletzt aktualisiert: 04.04.2008 um 13:03 Uhr

    Maler Josef Mikl 78-jährig gestorben

    Mikl starb im Alter von 78 Jahren nach kurzer, schwerer Krebserkrankung in Wien.

    Foto © Reuters

    Die Entwicklung der österreichischen Kunst nach 1945 hat er wie nur wenige prägend mitgestaltet: Josef Mikl sorgte mit einigen seiner Kollegen dafür, dass Österreich nach den Schrecken des Nationalsozialismus wieder Anschluss an die internationale Kunstwelt fand und die eben noch als entartet gebrandmarkte Abstraktion wieder Fuß fassen konnte. Heute wurde bekannt, dass Mikl, dessen bekanntestes öffentliches Werk die künstlerische Neugestaltung des Großen Redoutensaals in der Wiener Hofburg ist, am Samstag in Wien im 79. Lebensjahr verstorben ist.

    Malerei studiert. Am 8. August 1929 in Wien geboren, besuchte Mikl von 1946 bis 1948 die Grafische Lehr- und Versuchsanstalt und studierte anschließend bis 1955 Malerei bei Josef Dobrowsky an der Akademie der bildenden Künste. Rasch erarbeitete er sich den Ruf eines führenden Vertreters der österreichischen Abstraktion. Mikl war neben Maria Lassnig und Friedensreich Hundertwasser Mitglied im legendären Wiener Art Club, dem wichtigsten Künstlertreff der frühen 50er Jahre. 1956 gründete er gemeinsam mit Hollegha, Prachensky und Rainer die Gruppe Galerie St. Stephan.

    Meisterklasse. 1968 vertrat der Maler Österreich bei der 34. Biennale in Venedig, 1977 war er Teilnehmer an der documenta 6 in Kassel. 1969 wurde er an die Akademie der bildenden Künste berufen, wo er eine Meisterklasse für Malerei übernahm. 1997 wurde er emeritiert. 2004 erhielt Mikl das "Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich" und den Ehrenring der Stadt Wien.

    Bedeutend. Mikl gilt als bedeutendster Exponent des österreichischen Informel, verwahrte sich aber stets gegen eine Zuordnung als Repräsentant einer bestimmten Stilrichtung und positionierte sich bewusst abseits wechselnder Moden: "Das Wort Zeitgeist ist eine Beleidigung ... Die Malerei verkehrt in dieser Gesellschaft nicht", lautete die Erklärung des Künstlers dazu. Auch die Bezeichnung "gegenstandslos" lehnte Mikl ab und verwies in einem Interview darauf, dass es zur Bildwerdung stets einen Inhalt brauche. Natur und Figur sind denn auch stets Inhalt seiner sensibel-kraftvollen gestischen Abstraktionen und malerischen Kompositionen.

    Künstlerisches Lebenswerk. Dass er jedoch ein viel breiteres künstlerisches Lebenswerk geschaffen hat, als manchmal angenommen, wurde 2004 bei einer großen Retrospektive in der Kunsthalle Krems deutlich: Neben Ölbildern waren dort auch Arbeiten in Aquarell und Pastell, Skulpturen und Zeichnungen zu sehen. Stillleben und Kirchenbilder hat er ebenso geschaffen wie Maschinenbilder oder Arbeiten zu literarischen Themen von Nestroy oder Gogol.

    Große Redoutensaal. 1997 wurde der von Mikl nach dem Brand neu gestaltete Große Redoutensaal wiedereröffnet. Seine in Rot und Gelb gehaltene Arbeit besteht aus einem Deckenbild und 22 Einzelgemälden und setzt bekannte Werke und literarische Figuren österreichischer Autoren bildnerisch um. Der Entwurf werde "als ein eindeutiges und eindrucksvolles Zeugnis des ausgehenden 20. Jahrhunderts" bestehen, so die damalige Jury.


    Mehr Kultur & Medien

    Mehr aus dem Web

      Kultursommer

      In diesem Sommer erwartet Kulturfreunde wieder eine Fülle an Veranstaltungen – Mitglieder des Kleine Zeitung-Vorteilsclub können viele davon zu ermäßigten Preisen besuchen.

      KLEINE.tv

      Kärntner Theater-Highlights

      Der Theatersommer in Kärnten ist vielseitig. Ob Komödienspiele Porcia in...Noch nicht bewertet

       

      Events & Tickets

      Die besten Events in Kärnten und der Steiermark. Plus: Tickets für alle Veranstaltungen in ganz Österreich online bestellen.



      Das Ende einer Ära

      Ein Rückblick auf 33 Jahre „Wetten, dass…?: Die schönsten Bilder, lustigsten Wetten und Reaktionen auf das Show-Ende!

       

      Kultur-Fotoserien

      Landesmuseum: Raritäten vom Regen ruiniert 

      Landesmuseum: Raritäten vom Regen ruiniert

       

      World Press Photo

      AP/Paul Hansen

      Erschütternde Augenblicke: Männer halten eine Zweijährige und ihren drei Jahre alten Bruder in den Armen: Beide Kinder starben bei einem israelischen Luftangriff. Diese und ähnlich bewegende Aufnahmen überzeugten eine internationale Jury.

       

      Peter Rosegger-Jahr

      Landesarchiv

      Im Jahr 2013 feiert die Steiermark den 170. Geburtstag von Peter Rosegger (1843-1918) mit zahlreichen Projekten, Veranstaltungen und Aktivitäten.

      Kino-Fotoserien

      Dreharbeiten zum Dokumentarfilm "Der Graben" in Bad Eisenkappel 

      Dreharbeiten zum Dokumentarfilm "Der Graben" in Bad Eisenkappel

      Bibliothekenführer

      APA


      Seitenübersicht

      Zum Seitenanfang
      Bitte Javascript aktivieren!