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Zuletzt aktualisiert: 13.02.2012 um 12:04 UhrKommentare

So wurde der Hüttenwirt zum Lebensretter

Es war wohl Verzweiflung, die eine Ungarin dazu brachte, sich ein Liftseil entlang zu hanteln. Peter Zraunig, Hüttenwirt des Weißseehauses, hat die Frau gefunden, die dank der guten Rettungskette lebend geborgen wurde. Ein Interview von Roman Huber

Foto © AP

Freitagabend hatte eine Frau aus Ungarn den letzten Lift zu ihrer Unterkunft am Mölltaler Gletscher verpasst. Während einer Betriebsfahrt bestieg sie trotz Absperrung den Lift. Als dieser stehen blieb, war sie mitten auf der Strecke. Um sich zu retten, versuchte sie sich am Liftseil talwärts zu hanteln. Nach 70 Metern verließen sie ihre Kräfte und sie stürzte aus 14 Meter Höhe ab.

Die Frau wurde ins Krankenhaus Spittal/Drau gebracht. Laut dem medizinischen Direktor Gerald Bruckmann wurde die Frau aufgrund ihrer Kopfverletzung am Samstag ins Klinikum Klagenfurt überstellt. Den Umständen entsprechend sei sie aber wohl auf gewesen.

Die Kleine Zeitung hat mit dem Wirt des Weißseehauses gesprochen, der die Frau am Freitag gefunden hat.

Wann haben Sie davon erfahren, dass die Frau abgängig war?

Peter Zraunig:Gegen 17.50 ist der Lebensgefährte der Ungarin zu mir gekommen und hat gesagt, dass sie nicht mit dem Lift heraufgekommen ist.

Wie lange hat die Suchaktion gedauert?

Zraunig:Nach etwa einer Stunde haben wir die Frau an der Absturzstelle gefunden. Gut 70 Meter hatte sie sich am Liftseil entlang gehantelt, bevor sie abgestürzt ist.

Die Frau hat beim Sturz eine Art Fangnetz durchschlagen. Wie sieht das in etwa aus?

Zraunig: Bei Sesselliften gibt es die Vorschrift, dass eine gewisse Höhe nicht überschritten werden darf. Sollte das doch der Fall sein, muss eine Vorrichtung gebaut werden, damit man die Passagiere im Fall eines technischen Gebrechens bergen kann. Deshalb war auch an dieser Stelle so eine Seilbrücke angebracht.

Wie lange hat es gedauert, bis die Frau abtransportiert wurde?

Zraunig: Als der Lebensgefährte die Abgängigkeit gemeldet hatte, wurde die gesamte Rettungskette alarmiert. Bergrettung, Notarzt und Rotes Kreuz waren schon darüber informiert, dass etwas passiert ist. Deshalb waren die Retter auch schnell vor Ort.

ROMAN HUBER

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Kleine Zeitung Die Seilbrücke

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Kleine Zeitung Gute Rettungskette

+Roman Huber

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Roman Huber - Foto: Jürgen Fuchs

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