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    Und die Welt dreht sich immer noch Und die Welt dreht sich immer noch Voriger Artikel Das finale Special: 2/20 Nächster Artikel Aberglaube in der Steiermark Keine große Angst vor einem Weltuntergang
    Zuletzt aktualisiert: 21.12.2012 um 14:06 UhrKommentare

    Erde vs Ende - 0:0

    Noch dreht sie sich: Mit mehr Humor als echter Angst vor einem Weltuntergang sind viele Menschen rund um den Globus in den 21. Dezember gegangen. Ein Tag zwischen Rave-Partys auf rettenden Bergen und Regierungen mit finsteren Absichten.

    Foto © Fotolia

    Bei den Maya in Mexiko, nach deren Kalender am Freitag eine Zeitrechnung endete, überwog die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. In Dörfern wie Cuncunul im Süden Mexikos warteten die Menschen auf diesen Freitag als Beginn einer neuen Ära. Auch an vielen anderen Orten der Erde setzte das Datum viel Fantasie frei: von der Apokalypse, von Außerirdischen und von guten Geschäften, die sich mit dem Endzeit-Hype machen lassen.

    Seit Jahrzehnten hatten Apokalyptiker dem 21. Dezember 2012 entgegengefiebert. Einige glaubten, etwas Außerordentliches passiere, womöglich der Weltuntergang. Der fiel - wie alle ernsthaften Experten vorausgesagt hatten - aus. In Frankreich blieb das Dorf Bugarach an einem sagenumwobenen Berg dennoch gesperrt. Manche Medien betrieben im Internet - nicht ganz ernst gemeinte - Liveticker zum Weltuntergang.

    Mayas feiern

    Vor den archäologischen Stätten Mexikos wie Chichen Itza, die während der Nacht geschlossen blieben, hielten zahlreiche Menschen eine Nachtwache. Sie warteten darauf, die aufgehende Sonne der neuen Zeit zu begrüßen. "Ich hoffe, es wird nichts geschehen. Morgen werden wir vermutlich am Strand liegen und lassen uns die Sonne auf den Bauch scheinen", sagte Antje, eine Touristin aus Berlin.

    In Ek Balam, wo die Maya-Pyramide der Unterwelt steht, versammelten sich rund 2.000 Maya-Geistliche, um gemeinsam den Sonnenaufgang zu erleben. In Merida, der Hauptstadt des Bundesstaates Yucatan, wurde dagegen heftig auf den Straßen sowie in Bars gefeiert.

    Verbotener Rave und Zensur

    Das südfranzösische Dorf Bugarach überstand den Beginn des vermeintlichen Weltuntergangstages unbeschadet. Für die Nacht hatte der zuständige Präfekt vorsorglich zwei Rave-Partys in der Nähe verboten. Um die knapp 200 Einwohner zählende Gemeinde an den Pyrenäen ist noch bis zum Samstag (22.12.) eine Sperrzone errichtet. Seit einigen Jahren kursiert die Theorie, vom 1.230 Meter hohen Pic de Bugarach würden Außerirdische am vermeintlichen Tag der Apokalypse mit Raumschiffen ins rettende All starten. Auch in Guatemala, Belice, Honduras und El Salvador waren Veranstaltungen geplant, die von akademischen Seminaren bis Shows und Konzerten reichen.

    Wissenschafter sagten, die Idee vom Weltuntergang, die nicht zuletzt auch Hollywood mit Roland Emmerichs Film "2012" anregte, beruhe auf einem Missverständnis. Auf den 13. Kalenderzyklus der Maya folge lediglich eine neue Zeitperiode.

    In China nutzten Staatsmedien die Gerüchte über den Weltuntergang, um mehr Zensur im ohnehin streng überwachten Internet zu fordern. "Nur Regulierung kann das Netz sicherer machen", schrieb das kommunistische Parteiorgan "Volkszeitung" ("Renmin Ribao") am Freitag. Die Gerüchte hätten "Individuen, der Gesellschaft und der Nation" Schaden zugefügt. Auch andere Blätter schlossen sich dem Appell an.


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