Chronologie: Wie die "Wolke" den Luftverkehr lähmte
In der Nacht auf den 21. März erfolgte der Vulkanausbruch. Die Aschewolke kam am 15. April über Europa und legte den Flugverkehr lahm.

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Die Asche des isländischen Vulkans am Eyjafjalla-Gletscher hat den europäischen Luftraum fast eine Woche lang weitgehend lahmgelegt. Ein Rückblick:
20./21. März: In der Nacht bricht nach fast 200 Jahren der Vulkan am Eyjafjalla-Gletscher auf Island wieder aus.
14. April: Der Vulkan verstärkt seine Aktivität. Mehr als 700 Menschen müssen ihre Häuser verlassen, die Erde bebt. Als Folge des Ausbruchs wälzen sich riesige Mengen Schmelzwasser über einen Teil der Insel. Lavaasche in der Luft stoppt den Flugverkehr bis nach Nordnorwegen.
15. April: Die Aschewolke lähmt den Verkehr im europäischen Luftraum. Einige Länder sperren ihre Flughäfen komplett. Europaweit sagen Fluggesellschaften rund ein Viertel der täglich bis zu rund 28.000 Verbindungen ab.
16. April: Ruhe am Himmel über Europa. Etwa 60 Prozent aller Flüge fallen wegen der Vulkanasche aus. Rund ein Dutzend Länder sperren den Luftraum ganz oder teilweise. Österreich schließt seinen Luftraum in Wien und Linz am Freitag ab 18.45 Uhr, das Flugverbot bleibt über das Wochenende aufrecht. In Deutschland wird am Abend der letzte Flughafen geschlossen. Ein Massenansturm auf Busse, Züge, Mietwagen und Fähren setzt ein. Unterdessen geben die Behörden in Schweden und Norwegen den Flugverkehr wieder begrenzt frei.
17. April: Der Vulkan stößt weiter Dampf und Asche aus. In den meisten Teilen Nord- und Mitteleuropas dürfen Passagiermaschinen weder starten noch landen. Hunderttausende Menschen sitzen fest. In Südeuropa ist der Luftraum aber teilweise offen.
18. April: Die Deutsche Flugsicherung lässt für wenige Stunden eingeschränkt Flüge zu. Das weitgehende Flugverbot bleibt aber bestehen. Norwegen gibt seine Flughäfen wieder für Passagierflüge frei. Insgesamt fallen in Europa knapp 80 Prozent der Verbindungen aus.
19. April: Die in Europa geltenden Flugverbote werden schrittweise gelockert. Österreichs Airports sind seit 5.00 Uhr wieder geöffnet, der Luftverkehr läuft langsam wieder an. In Deutschland starten erste Passagiermaschinen im Sichtflug. Offiziell ist der deutsche Luftraum weiter gesperrt. Der Gletscher-Vulkan stößt zwar Lava, aber weniger Asche aus.
20. April: In mehreren Ländern herrscht wieder Betrieb am Himmel. Etwa drei Viertel des Luftraums über Europa sind offen für den Flugverkehr. In Deutschland starten etwa 800 Sichtflüge mit Sondergenehmigung und meist auf Verantwortung der Piloten.
21. April: Die österreichischen Airlines melden fast wieder "Normalbetrieb". Die deutsche Flugsicherung hebt letzte Einschränkungen für Verkehrsflugzeuge in Deutschland auf.









