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Zuletzt aktualisiert: 20.04.2010 um 16:17 UhrKommentare

Hälfte aller Flüge in Europa wieder unterwegs

In Europa wird der normale Flugbetrieb Schritt für Schritt wieder aufgenommen. In Österreich ist der Luftraum bereits seit Montag früh offen.

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Nachdem die Aschewolke des isländischen Vulkans unter dem Gletscher Eyjafjallajökull tagelang den Flugverkehr in Europa lahmgelegt hatte, haben zahlreiche Flughäfen am Dienstag den Betrieb wieder aufgenommen. Nach Angaben der Flugsicherheitsbehörde Eurocontrol sollte die Hälfte der normalerweise vorgesehenen Flüge in Europa starten. Viele Länder verlängerten aber die geltenden Flugverbote. In Österreich ist der Luftraum bereits seit Montag früh offen.

Am Dienstag waren rund 14.000 Flüge geplant, teilte Eurocontrol in Brüssel mit. An einem "gewöhnlichen" Dienstag seien es rund 28.000. Die heimischen Fluggesellschaften AUA und Flyniki peilten einen "nahezu Vollbetrieb" an.

Österreich zwischen Zone zwei und Zone drei

Gemäß der neuen Gefährdungseinteilung der EU in drei Zonen schwankt Österreich immer wieder zwischen potenziell kontaminierter (Zone zwei) und unbelasteter Stufe (Zone drei). Flüge sind daher generell gestattet, die Entscheidung und Verantwortung welche Routen geflogen werden können, liegt aber bei den Airlines und Piloten. "Derzeit kann geflogen werden - in immer mehr Ländern", fasste Austro Control-Sprecher Markus Pohanka die Situation am Dienstag zusammen. "Immer mehr Destinationen können angeflogen werden."

In Frankreich nahmen die Pariser Flughäfen Roissy und Orly den Verkehr wieder auf. Etwa 30 Prozent der nationalen und internationalen Flüge seien gesichert, sagte Verkehrs-Staatssekretär Dominique Bussereau. Auch in Belgien, Lettland, Norditalien, Ungarn und in der Schweiz wurden die geltenden Flugverbote aufgehoben, der Flugverkehr kam dort langsam wieder in Gang.

Dagegen verlängerte Großbritannien das Flugverbot bis mindestens 20.00 Uhr. Ausnahmen gab es lediglich für Schottland und Nordengland. In Polen blieb der Luftraum weiter geschlossen, Irland verlängerte ebenfalls das geltende Flugverbot. In Finnland sollten die Flughäfen bis Mittwoch früh geschlossen bleiben. In Dänemark wurde zudem die Genehmigung für den Start eines Messflugzeugs einer Billigfluggesellschaft zurückgenommen. Grund sei die "hohe Aschekonzentration" in der Luft, erklärten die Behörden. In Deutschland sollte das grundsätzliche Flugverbot mindestens bis Dienstagabend um 20.00 Uhr bestehen bleiben.

Die isländischen Behörden teilten mit, in drei Kratern des Vulkans komme es noch zu "beträchtlichen" Eruptionen. In der Rauchwolke befinde sich aber immer weniger Asche. Die Wissenschafterin Sigrun Hreinsdottir von der Universität von Island in Reykjavik sagte, der Vulkan ziehe sich weiter zusammen, was ein gutes Zeichen sei. Eine Intensivierung der Eruptionen gebe es nicht. Dagegen hatte die britischen Luftfahrtbehörde NATS am Montagabend mitgeteilt, die Eruptionen gewännen wieder an Stärke und es treibe eine neue Aschewolke auf Großbritannien zu.

Nach Einschätzung der Weltwetterorganisation (WMO) wird die Aschewolke Ende der Woche Richtung Nordpol abdrehen. Grund dafür sei ein Tiefdruckgebiet, das sich dann über Island entwickeln und zu neuen Winden führen werde, teilte die WMO in Genf mit. Das Tiefdruckgebiet werde zudem Regen bringen, der die Asche teilweise auswaschen dürfte.


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