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Zuletzt aktualisiert: 18.04.2010 um 14:20 UhrKommentare

Erste Überstellungsflüge in Österreich

Während die Vulkanaschewolke über Nordostösterreich hängt und auf Satellitenbildern nicht mehr zu sehen ist, starteten die heimischen Fluglinien AUA und Fly Niki am Sonntag erste Überstellungsflüge.

Die AUA machte sich auf den Weg nach Graz, Fly Niki steuerte Salzburg an. Für die Passagiere hieß es dennoch weiter warten, denn die Sperre des Österreichischen Luftraums ist noch bis mindestens Montag, 2.00 Uhr, aufrecht. Auch im restlichen Europa herrscht am Himmel weiterhin Stille.

"Die vorliegenden Daten des für ganz Europa zuständigen Volcanic Ash Advisory Centers (VAAC) lassen keine andere Maßnahme zu", meinte Austro Control-Sprecher Markus Pohanka im APA-Gespräch. Demgegenüber bleibt der Flugraum ab einer Reisehöhe von zwölf Kilometern weiter freigegeben, womit Überflüge grundsätzlich möglich wären. Unterdessen sind internationale Bemühungen im Gang, mit speziell ausgestatteten Messflugzeugen die Konzentration der Vulkanasche über dem europäischen Luftraum zu analysieren. Ein solches Flugzeug soll möglichst rasch auch nach Österreich kommen, wo es - wie in zahlreichen weiteren Staaten - keine derartige Maschine gibt.

Die AUA startete laut Sprecher Martin Hehemann um 12.40 Uhr mit einem Airbus A320 nach Graz, wird dort die Maschine technisch durchchecken lassen und sofort mit drei Maschinen wieder retourfliegen. Fly Niki ist um 14.00 Uhr Richtung Salzburg abgehoben. "Wir fliegen deshalb nach Graz, weil das der erste Airport in Österreich sein könnte, der wieder in Betrieb geht", so Hehemann zur APA. An Bord des A320 in die steirische Landeshauptstadt befanden sich auch die AUA-Vorstände Peter Malanik und Andreas Bierwirth.

Die Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjallajokull lag am Sonntag über Mitteleuropa. Österreich war von dem - bereits stark verdünnten - Naturphänomen im Nordosten des Landes betroffen, berichtete die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Für Sonntag zeigte das Modell von Süden her einen leichten Anstieg der Konzentrationen im Nordosten. Durch Niederschlag im Südstau könnte die Wolke aber - zumindest zum Teil - ausgewaschen werden. Die verdünnte Aschewolke sei seit Samstag auf Satellitenbildern nicht mehr zu erkennen.


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