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Zuletzt aktualisiert: 16.04.2010 um 10:34 UhrKommentare

Merkel kann nicht in Deutschland landen

Welchen Flughafen sie am Freitsgnachmittag ansteuern wird, war zunächst unklar. In Deutschland waren am frühen Freitagmorgen weite Teile des Luftraums gesperrt worden.

Angela Merkel ist am Freitag von Kalifornien aus nach Deutschland gestartet

Foto © APAAngela Merkel ist am Freitag von Kalifornien aus nach Deutschland gestartet

Wegen der über Europa ziehenden Vulkanasche aus Island kann auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht wie geplant in Berlin landen. Das verlautete am Freitag auf dem Flug der Kanzlerin von den USA nach Deutschland.

Noch bis kommende Woche

Die Störung des Flugverkehrs durch Vulkanasche-Wolken wird voraussichtlich noch mindestens bis Anfang nächster Woche andauern. Das sagte die Sprecherin der Deutschen Flugsicherung in Langen bei Frankfurt, Ute Otterbein, am Freitag der Nachrichtenagentur DAPD. Nur auf vier der 16 internationalen deutschen Flughäfen gab es am Vormittag nach ihren Angaben noch normalen Betrieb, nämlich in München, Nürnberg, Stuttgart und Saarbrücken.

Die Flugsicherung erklärte, es sei überhaupt nicht absehbar, wenn sich die Lage normalisiere. Sie wies darauf hin, dass der ganze europäische Flugverkehr durcheinander geraten sei. Die Umstellung auf Normalbetrieb werde mehrere Tage dauern. Für die Fluglotsen ist es eine Herausforderung. "Es ist eine außergewöhnliche Situation. Die hatten wir noch nie", sagte Otterbein.

Die Aschewolke aus Island soll am Freitagabend auch den Flughafen München erreichen. Bis dahin soll der Betrieb so weit wie möglich aufrechterhalten werden, trotzdem würden mindestens 200 Flüge annulliert, sagte ein Sprecher des Airports am Morgen.

Der Flugverkehr Richtung Norden sei bereits zum Erliegen gekommen. Es werde einige Langstreckenflüge geben, die beispielsweise aus Frankfurt umgeleitet würden: "Das hängt aber davon ab, welche Flughäfen in Skandinavien und im nördlichen Europa aufmachen."

Der Sprecher riet Gästen, die Flüge nach Norddeutschland, in die Beneluxstaaten, nach Großbritannien oder Skandinavien gebucht haben, bei ihrer Fluggesellschaft nachzufragen, ob diese ausgeführt werden können. Im Moment geht man am Airport davon aus, dass die Wolke vom Ausbruch des Eyjafjalla-Vulkans gegen 20.00 Uhr in München eintreffen wird.

Bereits gestern waren am Franz-Josef-Strauß-Flughafen 128 Verbindungen gestrichen worden. Rund 70 gestrandete Passagiere übernachteten auf Feldbetten in den beiden Terminals.


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