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Zuletzt aktualisiert: 09.02.2010 um 13:21 Uhr

"Etwas für die Liebe tun"

Ob mit Blumen, durch die Blume oder ohne Blumen: der 14. Februar ist der Tag der Liebeserklärungen. Psychologin Gerti Senger über den Romantikkiller Alltag und wie man Romantik inszenieren kann.

Valentinstag - der Tag der Liebenden. Dies gilt auch für Paare, die schon seit Jahren im Alltagstrott stecken. Denn Romantik lässt sich inszenieren, weiß Gerti Senger, und damit authentische Gefühle erzeugen. Wenn man hingegen nur darauf wartet, dass sich romantische Momente von selbst ergeben, "dann kann man lang warten", so die Beziehungsexpertin zur APA.

Romantik und Rituale

"Ich weiß, es ist Marketing und die Wirtschaft profitiert vom Valentinstag, aber wir sind auf Rituale angewiesen, weil sonst viel verödet." Dazu kommt noch der soziale Druck. Wenn etwa die beste Freundin vom tollen Blumenstrauß schwärmt, stellen sich bei der nicht Beschenkten defizitäre Gefühle ein.

Unbezahlte Beziehungsarbeit

Dass es vor allem die Frauen sind, die zu Gelegenheiten wie Valentinstag oder Hochzeitstag mit Präsenten bedacht werden, liegt laut Senger daran, dass sie es hauptsächlich sind, die das ganze Jahr über unbezahlte Beziehungsarbeit leisten und für das emotionale Klima zuständig sind. Das Geschenk bedeute dann: "Ich habe Dich lieb dafür, dass Du das tust." Dies sei eine Geste, die sich vom alltäglichen Trott abhebt.

Geben und nehmen. Allerdings sei eine Beziehung eine Sache für Zwei - ein wechselseitiges Geben und Nehmen, wodurch sich auch der Mann für eine kleine Aufmerksamkeit qualifiziert hat. Dafür muss nicht tief in die Tasche gegriffen werden. Die Freude ist sicher auch über die Lieblingszeitung oder eine zugesteckte Liebeserklärung groß. Dafür kann er einmal den Kochlöffel schwingen. "Es geht vor allem darum, etwas für die Liebe zu tun", so die Psychologin.

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Romantikkiller Alltag. Bei Frischverliebten sind die romantischen Erlebnisse noch dicht gesät. Hat der "Romantikkiller" Alltag einmal sein unheilvolles Werk vollendet, dann stellen sich diese nur mehr "alle Jahrhunderte" ein, warnt Senger. Daher sollten Paar aktiv zu Werke gehen. "Liebe muss man gestalten - und das muss nicht eine Sache des Geldes sein."


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