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    Zuletzt aktualisiert: 12.09.2011 um 13:31 UhrKommentare

    "Ground Zero hat sie vereint"

    So kommentieren internationale Zeitungen heute den zehnten Jahrestag der Terroranschläge in New York vom 11. September 2001.

    Foto © AP

    "Independent" (London):

    "Zunächst ist da die Abwendung der öffentlichen Meinung in der muslimischen Welt von Amerika, besonders in Pakistan, wo die Opposition gegen den Militärkonflikt in Afghanistan diesen langjährigen Verbündeten der USA in eine Festung anti-amerikanischer Empfindungen verwandelt hat. Andere Verluste bei uns sind die Einschränkungen bürgerlicher Freiheiten und die Zumutung zahlreicher, schwer erträglicher Reisebeschränkungen. Viele Menschen glauben, dass Blair und Bush mit ihrer militärischen Reaktion auf die Anschläge in New York die gleichen Kräfte geweckt haben, die sie mit ihren Aktionen eigentlich unterdrücken wollten. Diese Diskussion wird und soll weitergeführt werden, wenn wir langsam aus dem Schatten dieses längsten Tages heraustreten."

    "Dernières Nouvelles d'Alsace" (Paris):

    "Barack Obama und George Bush haben das Gemeinschaftsgefühl der New Yorker richtig eingeschätzt und waren deshalb diskret und haben sich kurz gehalten. Der eine hat Gott angerufen, der andere Lincoln, die beiden unstrittigen Bezugspunkte aller Amerikaner. Dies war kein Tag politischer Erklärungen. Dieser Tag gehörte weder Republikanern, noch Demokraten, weder Kriegern noch Pazifisten. Der Ex-Präsident und sein Nachfolger waren lediglich Zuschauer einer amerikanischen Nation, die sich zu einer Zeit versammelte, in der wirtschaftliche Unsicherheit, die Staatsschulden und die Umwälzungen der großen Gleichgewichte dieser Welt die schwindende Vorherrschaft der USA markieren."

    "Rzeczpospolita" (Warschau):

    "Zwei Amtsperioden von George W. Bush, die viele liberale Kommentatoren heute als fatal bezeichnen, werden schon in wenigen Jahren wahrscheinlich völlig anders eingeschätzt werden. Im US-Präsidenten wird man dann einen Mensch sehen, der dem Terror den Kampf angesagt hat und diese Auseinandersetzung mit großer Entschlossenheit geführt hat - ohne darauf zu achten, ob das Jacques Chirac, Naomi Klein oder einigen Redakteuren der "New York Times" gefällt."

    "Lidove Noviny" (Prag):

    "Die Demokratie konnte gerettet werden und setzt sich nun sogar in Teilen der arabischen Welt durch, wo sie zuvor als schädlich betrachtet wurde. Doch die anfängliche Begeisterung für den Export des westlichen Demokratiemodells ist inzwischen abgelöst worden von Zurückhaltung, die an Defätismus grenzt. Nach Afghanistan gingen die Amerikaner noch mit sichtlichem Stolz, in Libyen haben sie alles nur noch vom Rücksitz aus gesteuert. Zugleich verschiebt sich der Schwerpunkt der ökonomischen und finanziellen Macht weiter nach Asien. Nicht alles hängt selbstverständlich mit dem 11. September zusammen. Man muss bei einer Bilanz der vergangenen Dekade aber das Gesamtbild betrachten. Der Westen hat nicht verloren. Doch ein Sieg sieht etwas anders aus."


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    Mehr aus dem Web

      KLEINE.tv

      9/11-Gedenken: Obama besuchte alle Anschlagsorte

      Die USA haben am Sonntag im ganzen Land der Opfer der Anschläge vom 11. ...Bewertet mit 5 Sternen

       

      George Bush

      Reuters

      Der Anschlag veränderte Bushs Politik tiefgreifend. Der 11. September brachte einen Terrorbonus und die Patriotismus-Welle, auf der sich der Präsident lange gut hielt. Eine Nachbetrachtung.

       

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