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  • 22. Oktober 2014 08:28 Uhr | Als Startseite
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    Zuletzt aktualisiert: 02.03.2008 um 21:12 Uhr

    14 Tote durch Orkantief "Emma" - Aufräumen nach dem Sturm

    Polizei und Feuerwehr sprachen von Schäden in Millionenhöhe.

    Chaos: "Emma" fegt über Österreich

    Foto © APChaos: "Emma" fegt über Österreich

    Das Orkantief "Emma" hat mit gewaltiger Kraft über Österreich, Deutschland und anderen europäischen Ländern gewütet und mindestens 14 Menschen in den Tod gerissen. In Österreich starben vier, in Deutschland sechs Menschen. Das Unwetter wehte Dächer weg, entwurzelte Bäume, kippte Fahrzeuge um, zerstörte Stromleitungen und brachte den Reiseverkehr durcheinander. Polizei und Feuerwehr sprachen von Schäden in Millionenhöhe. Am Samstag, dem meteorologischen Frühlingsanfang, gab es heftige Hagelschauer, Schnee, Gewitter und Überschwemmungen. Viele Menschen wurden verletzt. In Bayern knickte eine Kirchturmspitze ab, in Wien fiel ein Kran auf Bahngleise, an der Nordsee liefen Sturmfluten auf.

    Beruhigung. Am Sonntag beruhigte sich die Lage. Die Aufräumarbeiten waren in vollem Gange. Die Münchener Rück konnte die genaue Höhe der Versicherungsschäden noch nicht schätzen. Am stärksten betroffen war Bayern, wo es am Samstag auf Gleisen und Straßen ein Verkehrschaos gab. Nach Angaben der Deutschen Bahn hat "Emma" jedoch deutlich weniger angerichtet als der Orkan "Kyrill" im Jänner 2007. "Der Sturm war in Dauer und Intensität nicht vergleichbar", sagte ein Sprecher. Am Sonntag hieß es auf den meisten Strecken wieder: Freie Fahrt!

    120 km/h. Vielerorts erreichte "Emma" am Samstag Windgeschwindigkeiten von mehr als 120 Kilometern pro Stunde. Den Rekordwert registrierte der Wetterdienst meteomedia mit 222 km/h auf dem 1.838 Meter hohen Wendelstein in den Bayerischen Alpen. In Tirol starb ein 77 Jahre alter deutscher Tourist, als ein Baum auf sein Auto krachte. Ebenfalls in Tirol kam auf einem Campingplatz ein 69-Jähriger Deutscher ums Leben. Eine Windböe hatte den Urlauber und seine Frau unter dem eigenen Wohnwagen begraben. Die Frau kam ins Krankenhaus. In St. Pölten wurde eine Frau getötet, als ein Baum ihr Cabrio zerschmetterte. Im Bundesland Salzburg wurde ein Urlauber in einem Taxi von einem herabstürzenden Felsbrocken erschlagen.

    Europaweit. "Emma" wütete auch in den Nachbarländern. Je zwei Tote gab es in Tschechien und Polen. In Deutschland forderte das Unwetter Menschenleben in fünf Bundesländern: In Deesen (Rheinland-Pfalz) stürzte ein gläubiger Mann von einem Baum in den Tod. Er hatte den Baum mit Seil und Draht sichern wollen, damit dieser nicht auf eine in der Nähe stehende Marienstatue kippt. Ebenfalls in Rheinland-Pfalz wurde ein 58-Jähriger in einem Auto im Westerwald von einer Fichte erschlagen.


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    Foto © Unsere Leserreporter vor Ort

    "Emma" fegte über Österreich hinwegFoto © Unsere Leserreporter vor Ort

    Fakten

    Böen bis zu 120 km/h entsprechen einem Ereignis, wie es im Flachland weniger als zweimal in drei Jahren vorkommt. Dementsprechend wurde eine sogenannte Rote Sturmwarnung herausge-geben und die Landeswarn-zentralen informiert.

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