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Zuletzt aktualisiert: 12.07.2011 um 17:06 UhrKommentare

Wetterprognose: Am Mittwoch bis zu 36° Celsius

Den Österreichern steht ein heißer Mittwoch bevor. Die Temperaturspitzen werden vor allem im Osten und Süden des Landes in die Höhe klettern und erreichen dort bis zu 36 Grad.

36 Grad Celsius - da hilft nur ein Sprung ins kühle Nass

Foto © AP36 Grad Celsius - da hilft nur ein Sprung ins kühle Nass

Ein besonderer Ausreißer ist die Hitzewelle der vergangenen Tage jedoch nicht. Heiß wird es besonders im Seewinkel, wo 35 bis 36 Grad im Schatten erwartet werden, sowie im Süden der Steiermark und im südlichen Kärnten, sagte der Meteorologe Clemens Biermair. Im Westen erreichen die Temperaturen allein wegen drohender Gewitter nicht mehr eine solche Intensität. Am Donnerstag wird es quer durchs Land wieder kühler und die Höchstwerte erreichen nur mehr 20 bis 25 Grad, so Biermair. Am Wochenende steigen die Temperaturen zwar wieder leicht, "so deutlich über 30 Grad wird es jedoch nicht mehr haben".

Heiß aber kein Rekord

Vom absoluten Höchstwert, der jemals in Österreich gemessen wurde, ist man am Mittwoch noch deutlich entfernt. 39,7 Grad betrug die Spitze am 23. Juli 1983 in Dellach im Drautal. Auch sonst sind etwa in Wien Temperaturen um 35 Grad in Wien nichts Ungewöhnliches, so der ZAMG-Klimatologe Alexander Orlik. Der bisherige Höchstwert auf der Messstation Hohe Warte in Döbling lag bei 38,3 Grad im Juli 1957. Während der Hitzewelle 2007 lag die Spitze dort bei 36,8 Grad.

Generell kommt es laut Orlik öfters vor, dass die Thermometeranzeigen Werte um die 35 Grad erklimmen. In den vergangenen zehn Jahren sei dies alle zwei bis drei Jahre der Fall gewesen. Besonders das Jahr 2007 sticht hervor. Damals lagen fast sieben Tage bei rund 34 Grad, so der Experte. 1994 gab es eine langanhaltende Hitzewelle, bei der rund 20 Tage über 30 Grad verzeichneten.

Gesundheitliche Folgen der Hitze

Bei Temperaturen über 30 Grad, gar wenn es auf die 35 Grad zugeht, treten faktisch automatisch mehr Gesundheitsprobleme auf. Besonders betroffen sind davon ältere Menschen. Auch die Rettungseinsätze gehen an Spitzentagen - zum Beispiel in Wien - um rund 20 Prozent in die Höhe. Am Dienstag bzw. am Wochenende war davon aber noch nichts zu spüren. "Bisher ist statistisch nichts zu bemerken", erklärte man am Dienstag zum Beispiel bei der Wiener Rettung.

Unbestritten ist, dass Hitzewellen zu einer erhöhten Mortalität in der Bevölkerung führen. In einer Studie des Instituts für Umwelthygiene der MedUni Wien, die im Jahr 2007 in der Wiener Klinischen Wochenschrift erschien, wurde belegt, dass im Hitzejahr 2003 allein in Wien rund 130 Menschen offenbar an den Folgen der hohen Temperaturen starben. Bei brütender Hitze erhöht sich die Mortalität um den Faktor 1,13, also um 13 Prozent.

Klettert die Quecksilbersäule in größere Höhen, sind besonders ältere Menschen über 65 und Frauen gefährdet. Weiters wurde eine um 55 Prozent erhöhte Sterblichkeit bei männlichen Säuglingen registriert.

Tipps gegen die Hitze

Dem großen Stöhnen bei schweißtreibenden Temperaturen kann man jedenfalls auch mit einfachen Mitteln begegnen: Mit ein paar Hausmittelchen lässt sich das Schwitzen zumindest ein wenig dämpfen. So hilft es, mindestens drei Tassen Salbeitee über den Tag verteilt zu trinken. Die richtige Kleidung kann auch einen großen Unterschied machen. So soll auf zu enge Kleidung verzichtet und stattdessen luftdurchlässiges Gewand getragen werden. Auch eine tägliche Wechseldusche, wobei das Ende immer kalt sein muss, kann die Transpiration mindern.

Auch auf das vermeintlich kühlende Bier im Gastgarten sollte verzichtet werden. Sowohl Alkohol als auch Zigaretten führen zu einer erhöhten Schweißproduktion. Doch um den vermehrten Wasser- und Mineralstoffverlust auszugleichen, ist es sehr wichtig, über den Tag verteilt genug zu trinken. Empfehlenswert sind vor allem Mineralwasser mit hohem Gehalt an Natrium, Kalium oder Magnesium. Aber auch verdünnte Frucht- oder Gemüsesäfte sind bei hohen Temperaturen förderlich.

Beim Essen sollte man fette, schwere und besonders scharf gewürzte Speisen meiden und vor allem auf kühlende Nahrungsmittel wie Ananas, Orangen, Wassermelone und auch Rettich, Radieschen oder Gurken zurückgreifen.


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