Schweinegrippe: 32-Jähriger in Saalbach gestorben
Am Neujahrstag erlag ein 32-jähriger Urlauber aus Deutschland der Schweinegrippe. Erst am Mittwoch konnte die Todesursache festgestellt werden. Der junge Mann war bereits krank, als er nach Österreich einreiste.

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Österreich hat den ersten Schweinegrippe-Todesfall im Jahr 2011. Wie erst am Mittwoch nach einer Autopsie bekannt wurde, ist ein 32-jähriger Urlauber aus Bayern am Neujahrstag dem H1N1-Virus in Saalbach/Hinterglemm erlegen. Der Mann gehörte durch "schwere Vorerkrankungen" zur Risikogruppe und hatte zudem auf einen Arztbesuch verzichtet, wie der Salzburger Landessanitätsdirektor Christoph König in der "ZiB2" Mittwochabend mitteilte.
Kein Anlass zur Panik
Anlass zur Panik sieht man bei der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) trotzdem nicht. Bisher seien seit der letzten Dezember-Woche 17 Fälle mit Schweinegrippe-Erregern im Labor festgestellt worden, teilte Univ. Prof. Franz Allerberger, Facharzt für Infektionserkrankungen, Mittwochabend der APA mit. Dies sei "alles andere als unüblich". Zudem liege die Sterblichkeit bei diesem Erreger unter dem, was in den Vorjahren bei normalen saisonalen Grippeerregern üblich gewesen sei.
In der letzten Grippesaison waren in Österreich 40 Todesfälle verzeichnet worden, die zum größten Teil auf den H1N1-Erreger zurückgehen dürften, da die normale Grippe 2009/2010 praktisch ausgefallen war. Damit lag der Wert deutlich über früheren Jahren, wo bis zu 1.000 Menschen an den Folgen einer Influenza verstorben waren.
Drittes deutsches Todesopfer
Für Deutschland ist das Saalbacher Opfer bereits der dritte Todesfall im heurigen Jahr. Schon am Montag waren zwei Fälle aus Niedersachsen gemeldet worden, wo zwei mit dem Virus infizierte Personen gestorben waren. Die Opfer waren ein 3-jähriges Mädchen und ein 51-jähriger Mann.
Der Urlauber aus Bayern war bereits erkrankt in den Salzburger Wintersportort gekommen und hatte dort aufgrund seines geschwächten Zustands auch auf Skisport verzichtet. Trotzdem ging der junge Mann nicht zum Arzt und starb dann fünf Tage nach seiner Ankunft in Österreich. Da an den inneren Organen schwerwiegende Veränderungen festgestellt wurden, entschied man sich am Dienstag zu einer Obduktion, deren Ergebnisse am Mittwoch vorgelegt wurden.
Möglich ist, dass sich Menschen, die mit dem Opfer in näherem Kontakt waren, mit dem Virus angesteckt haben. Speziell das Personal des Hotels, in dem der 24-Jährige untergebracht war, und seine drei Begleiter wurden informiert.
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Die Schweinegrippe brach im März 2009 aus und verbreitete sich schnell in der ganzen Welt. Im August des vergangenen Jahres wurde die Pandemie für beendet erklärt. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO gibt es bisher etwa 18.500 registrierte Todesfälle. Besonders oft sind Schwangere und junge Menschen betroffen.






