Impfaktion gegen "Schweinegrippe" geplant
Auch wenn die Opferzahlen durch das Influenza-Virus vergleichsweise gering sind, werden nun auch in Österreich keine Kosten und Mühen zur Bekämpfung gescheut.

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Laut WHO sind bis zur vergangenen Woche 1799 Menschen an der als "Schweinegrippe" bekannten Neuen Grippe gestorben. Weltweit. Weit weniger Opfer also als jeden Winter bei der herkömmlichen Grippe. Dennoch: Die in den letzten Jahren stark gestiegene Angst vor einer Pandemie führt bald zu umfangreichen Maßnahmen. Nicht nur in Österreich.
260 Menschen sind bislang an der Neuen Grippe in Österreich erkrankt, durchwegs traf es junge Menschen, durchwegs verlief der Krankheitsverlauf harmlos. Garantie, dass das so bleibt, kann freilich keiner geben. Deshalb laufen die Vorkehrungen auf Hochtouren. Clemens Auer vom österreichischen Gesundheitsministerium bestätigt etwa: Eine Impfkampagne sei in der Planungsphase, die Logistik der Durchimpfung werde geprüft.
Experten schätzen übrigens, dass mindestens 80 Prozent der Bevölkerung geimpft werden müssten, damit eine so genannte "Herdenimmunität" entsteht. Ob die erreicht wird, ist aber zu bezweifeln, da niemand gezwungen werden kann, sich impfen zu lassen. Studien zeigten, dass etwa nur ein Drittel des britischen Pflegepersonals bereit ist, sich impfen zu lassen. Da ist man in anderen Ländern zuversichtlicher. In Deutschland sollen im Herbst rund 35 Millionen Menschen aus den bekannten Risikogruppen (Gesundheitspersonal, Kinder, ältere Menschen) geimpft werden. In zwei Wochen beginnt auch Australien mit einer groß angelegten Impfaktion. Von den 21 Millionen Einwohnern sollen vorerst vier Millionen geimpft werden.
Pflaster gegen Grippe
Indes forscht das Wiener Unternehmen Intercell eifrig weiter in Sachen "Schweinegrippe". Laut Vorstand Gerd Zettlmeissl soll ein derzeit geprüftes Impfstoff-Pflaster "eine echte Sensation" sein. Das Prinzip: Völlig schmerzlos wird etwas Lederhaut abrasiert, durch das Pflaster gelangt der Impfstoff direkt in die Immunzellen. "Wir wollen damit in vier Jahren auf den Markt kommen und erwarten einen Jahresumsatz von 500 bis 700 Millionen Euro."






