Neue Grippe: Patientin aus Spital entlassen
Jene 25-jährige Kärntnerin, bei der vergangene Woche H1N1-Viren nachgewiesen worden waren, konnte das Spital verlassen. Es wurden keine Viren mehr im Körper nachgewiesen werden.

Foto © APA (Archivbild)Testergebnisse des dritten Verdachtsfalles sind ebenfalls negativ
Jene 25 Jahre alte Kärntnerin, die am Dienstag vergangener Woche nach einem Aufenthalt in Großbritannien mit Schweinegrippe ins Landeskrankenhaus Klagenfurt eingeliefert worden war, ist am Montag aus dem Spital entlassen worden. Wie das LKH in einer Aussendung bekannt gab, ist die Frau wieder gesund.
Negatives Ergebnis.
Drei aufeinander folgende Rachenabstriche brachten ein negatives Ergebnis, die Frau hat also keine H1N1-Viren mehr in ihrem Körper. Der Krankheitsverlauf war nicht schwer, die 25-Jährige war auf der Isolierstation der Lungenabteilung im LKH behandelt worden. Jene Personen, mit denen sie in näherem Kontakt gestanden war, wurden prophylaktisch behandelt.
Virologisches Institut.
Der Verdacht auf Schweinegrippe bei jenem Mann, der am Donnerstag ins Landeskrankenhaus Klagenfurt gebracht worden war, hat sich am Freitag vergangene Woche bereits nicht bestätigt. Er ist aus dem Spital entlassen worden. Auch bei der Feldkirchnerin, die im Krankenhaus Waiern stationär behandelt wurde, habe sich der Befund des Virologischen Instituts in Wien als negativ erwiesen, sagte Gesundheitslandesrat Peter Kaiser am Freitag gegenüber der APA.
Befund negativ.
Bereits Donnerstagabend wurde bekannt, dass bei jener 25 Jahre alten Frau aus dem Lavanttal, die Mittwochnachmittag ins Landeskrankenhaus Klagenfurt eingewiesen worden war, der Befund ebenfalls negativ ist.
Keine besondere Gefahr. Gesundheitsexperten und -politiker sehen trotz der Häufung keine besondere Gefahr für Patientinnen oder Bevölkerung. "Diese Krankheit ist gottseidank nicht gefährlich", sagt etwa LKH-Hygieniker Ulrich Zerlauth. "Die strengen Sicherheits- und Vorbeuge-Maßnahmen sind notwendig, um ein Ausbreiten dieser Grippe zu verhindern", erklärt Klagenfurts Gesundheitsreferentin Maria-Luise Mathiaschitz den massiven Einsatz der Behörden.
Ausbreitungsgefahr groß. Die potenzielle Ausbreitungsgefahr allein der beiden Kärntner Fälle ist erschreckend. Eine der Frauen hatte in Laibach an einer Hochzeit mit 160 Gästen teilgenommen. "Die sind alle von den Laibacher Behörden ausfindig gemacht und mit Tamiflu versorgt worden", weiß Mathiaschitz. Weitaus schwieriger sind die Sicherheitsmaßnahmen für die 181 Passagiere des Ryan-Flugs 5736, der am Samstag mit der oder den Infizierten in Klagenfurt gelandet ist. Mathiaschitz: "Als Kontaktpersonen in Flugzeugen gelten die Menschen in den beiden Reihen vor und hinter der Reihe des Erkrankten sowie seine Sitznachbarn. Doch bei Ryan Air herrscht freie Platzwahl, so dass alle 181 Personen in Frage kommen." Die stammen aus England, Schottland, Slowenien, Schweden und halb Österreich und wurden per E-Mail über das Risiko informiert. Allein durch die Kärntner Episode im weltweiten Virengeschehen könnten also 350 Personen betroffen sein!
Sicherheitssystem bewährt. Das Sicherheitssystem hat sich bisher bewährt - von der schnellen Reaktion der niedergelassenen Ärzte über die Isoliertransporte des Roten Kreuzes bis zu der Bereitstellung der Isolierzimmer in der Lungenabteilung des LKH Klagenfurt und dem Vorgehen des Personals. Das nähert sich seinen Schutzbefohlenen nämlich mit Langarmschutzmantel, Einmalhandschuhen, Mund-Nase-Schutz und Schutzbrillen. Aber nur so lange, bis die Frauen wieder gesund sind...
Features
Wann Verdacht?
Erkrankt man nach einer Reise in ein Land indem es bereits mehrere Infektionen gab, erfüllt sich die geografische Voraus-
Wann Einlieferung?
Es gilt eine Empfehlung für Ärzte, "verdächtige" Patienten nicht häuslich zu behandeln, sondern ins Krankenhaus bringen zu lassen. Nur durch eine "öffentliche" Quarantäne kann entsprechend dem Pandemieplan gehandelt werden.
Wie gefährlich?
Dossier
"Schweinegrippe"
Fälle
Europaweit hat England derzeit am meisten Fälle der Neuen Grippe zu verzeichnen. Insgesamt sind rund 1500 Menschen erkrankt, ein Viertel davon wurde im eigenen Land übertragen.
(Quelle: LKH Klagenfurt)









