Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
19. Juni 2013 18:06 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
Grippewelle: Krebsoperation musste verschoben werden Was wurde aus der Neuen Grippe Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Neue Grippe Nächster Artikel Grippewelle: Krebsoperation musste verschoben werden Was wurde aus der Neuen Grippe
Zuletzt aktualisiert: 30.04.2009 um 14:33 UhrKommentare

Vorbereitung für eventuelle Impfstoffproduktion

Die Vorarbeiten für die Produktion eines Impfstoffes gegen die mexikanische Grippe sind beim Pharmakonzern Baxter bereits angelaufen.

Sobald die WHO die Alarmstufe auf "6" erhöht, wird ein Impfstoff produziert.

Foto © APSobald die WHO die Alarmstufe auf "6" erhöht, wird ein Impfstoff produziert.

Österreich hat beim Pharmakonzern Baxter aus dessen Produktion auf der Basis von Zellkulturen in Fermentern in Bohumil in Tschechien für den Fall einer Influenza-Pandemie mindestens rund 16 Millionen Dosen eines dann herzustellenden Impfstoffs bestellt. Bei dem Unternehmen sind die Vorarbeiten für diesen Eventualfall bereits angelaufen. "Gegenwärtig ergreift Baxter alle erforderlichen Schritte, die für die Vorbereitung einer Impfstoff-Produktion im großen Maßstab notwendig sind", hieß es bei dem Unternehmen am Donnerstag gegenüber der APA.

Hürden. Allerdings gebe es dafür noch einige Hürden zu nehmen. Die Produktion von Impfstoffen in Zellkulturen ist zwar prinzipiell in einem ziemlich unbegrenzten Maßstab möglich. Voraussetzung dafür ist aber, dass das Virus vorhanden ist und in einer Zellkultur auch gut anwächst. In den Fermentern werden Säugetierzellen infiziert, sie produzieren dann wieder massenhaft Viren, die man dann abtötet und in der Vakzine verwendet. In diesem Fall geht es um einen "Saatvirus" von H1N1-Mexiko.

Noch keine Proben vorhanden. Doch bis zum Donnerstag war das Virus noch nicht vorhanden. "Zum gegenwärtigen Zeitpunkt haben ausschließlich das WHO-Referenzlaborzentrum in den U.S.-Centers for Disease Control and Prevention (CDC) in Atlanta/Georgia Virusproben für die Distribution verfügbar. Die CDC gehen davon aus, Unternehmen, darunter auch Baxter, Proben innerhalb der nächsten Tage zur Verfügung stellen zu können", hieß es bei dem Unternehmen.

Przedere. Für den allfälligen Start einer Produktion ist folgendes Prozedere vorgesehen: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erhöht den Status auf der Pandemie-Skala auf den höchsten Wert, 6 und verlangt die Impfstoffproduktion. Bei Baxter erklärte man dazu: "Hier wird sich Baxter nach den Gesundheitsbehörden richten."

Impfstoff-Knappheit. Das Problem: Derzeit werden weltweit - sowohl mit der alten Hühnerei-Technik als auch in den Zellkulturen - die "normalen" Influenza-Impfstoffe für den kommenden Winter hergestellt. Nun müsste man die Produktion abbrechen und die neue Pandemie-Vakzine produzieren. Wenn sich die Angelegenheit aber wieder beruhigt, stünde man dann im Herbst ohne ausreichenden saisonalen Impfstoff da. Pro Jahr sterben allein in Österreich 2.000 bis 4.000 Menschen an der "normalen" Grippe.


Zum Thema

Fragen und Antworten zur Neuen Grippe

 

Das Virus

Die Neue Grippe ist eine akut verlaufende Infektionskrankheit der Atemwege bei Hausschweinen. Diese wird durch porzine Influenzaviren verursacht, die dem Virussubtyp Influenza A angehören. Durch den Kontakt von porzinen und humanen Influenzaviren kann es bei Ausbrüchen von Neue Grippe zur Entstehung neuer antigenetischer Varianten kommen, die für das Tier oder den Menschen pathogene Eigenschaften besitzen.

 




Seitenübersicht

Zum Seitenanfang