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Neue Grippe-Pandemie ist laut WHO zu Ende "Grippewelle ist schon da" Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Neue Grippe Nächster Artikel Neue Grippe-Pandemie ist laut WHO zu Ende "Grippewelle ist schon da"
Zuletzt aktualisiert: 04.05.2009 um 10:44 UhrKommentare

WHO-Chefin warnte vor heftiger zweiter Grippe-Welle

Die Chefin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Margaret Chan, hat vor einer zweiten, heftigeren Welle der Schweinegrippe gewarnt. Knapp 1000 Fälle weltweit, doch Lage sei "unter Kontrolle".

Zwischen Gelassenheit und Panik

Foto © APZwischen Gelassenheit und Panik

Der derzeitige scheinbare Rückgang der Sterblichkeitsrate bedeute nicht, dass die Grippewelle zu Ende gehe, sagte Chan der britischen "Financial Times" vom Montag. "Wir hoffen zwar, dass das Virus sich totläuft", sagte Chan. Doch könne eine zweite Schweinegrippe-Welle jederzeit "mit aller Macht" zuschlagen. Wenn das geschehe, "steht uns ein großer Ausbruch bevor". "Ich sage jetzt nicht, dass eine Pandemie losbricht", betonte die WHO-Chefin: "Aber wenn ich etwas versäume, und wir bereiten uns nicht richtig vor, bin ich gescheitert. Ich treffe lieber zuviel als keine Vorsorge." Bisher sind 18 Staaten von der Schweinegrippe betroffen, im am härtesten getroffenen Mexiko starben mindestens 22 Menschen

Todesfälle. Mexiko hat einen weiteren Anstieg der Zahlen für Todesfälle und Erkrankungen durch das Schweinegrippevirus bekanntgegeben. Gesundheitsminister Jose Angel Cordova teilte am Sonntagabend in Mexiko-Stadt mit, 22 Menschen seien an der Krankheit gestorben, drei mehr als bisher mitgeteilt. Den bisher letzten Todesfall habe es am 29. April gegeben. Die Zahl der Erkrankungen sei auf 568 gestiegen.

Rückgang? Dennoch zeigte sich Cordova optimistisch, dass die Maßnahmen seiner Regierung zur Behandlung und Isolierung von Schweinegrippe-Kranken gegriffen haben. Die Epidemie habe in Mexiko ihren Höhepunkt zwischen 23. und 28. April gehabt. Die Einschnitte ins öffentliche Leben hätten einen schlimmeren Ausbruch verhindert. "Die Entwicklung der Epidemie ist nun in der abnehmenden Phase", sagte er.

999 Erkrankungen. Die USA, die bisher den einzigen Todesfall außerhalb Mexikos bestätigten, meldeten unterdessen 244 bestätigte Erkrankungen an dem Schweinegrippevirus. Weltweit wurden mindestens 999 Infektionen gemeldet. In Kanada sprang das Virus erstmals vom Menschen auf das Schwein zurück; Wissenschaftler befürchten nun eine erneute und möglicherweise noch gefährlichere Mutation.

Sicherheit. Frankreich verschärfte unterdessen seine Maßnahmen gegen die Schweinegrippe: Mexiko-Heimkehrer, die beruflich mit Kindern zu tun haben, sollen eine Woche nicht zur Arbeit gehen, wie der Generaldirektor der Gesundheitsbehörde, Didier Houssin, am Sonntag mitteilte. Eltern von Kindern, die jünger als ein Jahr sind und aus Mexiko zurückkehren, sollen diese den Angaben zufolge eine Woche lang von anderen Kindern isolieren. Seit Sonntag werden zudem Passagiere, die auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle ankommen, in einem extra Terminal abgefertigt.

Unruhen. In Ägypten gab es am Sonntag Zusammenstöße, als die Behörden die von der Regierung angeordnete Schlachtung aller 300.000 Schweine umsetzen wollten. Rund 1.000 Bewohner eines Elendsviertel in Kairo blockierten die Zufahrt zu Schweinezuchtbetrieben und warfen Steine und Flaschen auf die Beamten. Mindestens zwölf Menschen wurden verletzt, es gab 14 Festnahmen.


Hintergrund

Bestätigt sind in Mexiko bisher 26 Schweinegrippe-Infektionen, darunter sieben Todesfälle. Zuvor hatten die Behörden höhere Zahlen genannt. Außerhalb Mexikos gab es bisher einen Todesfall: Ein 23 Monate altes Kleinkind aus Texas starb an den Folgen der Schweinegrippe.

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Fakten

Von einem Fehlalarm wollte Kekule dennoch nicht sprechen: "Die mexikanischen Behörden hatten wohl wenig Daten zur Verfügung." Das Verhalten von Experten und Behörden hält er für richtig: "Man war einfach vorsichtig."

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Fragen und Antworten zur Neuen Grippe

 

Das Virus

Die Neue Grippe ist eine akut verlaufende Infektionskrankheit der Atemwege bei Hausschweinen. Diese wird durch porzine Influenzaviren verursacht, die dem Virussubtyp Influenza A angehören. Durch den Kontakt von porzinen und humanen Influenzaviren kann es bei Ausbrüchen von Neue Grippe zur Entstehung neuer antigenetischer Varianten kommen, die für das Tier oder den Menschen pathogene Eigenschaften besitzen.

 




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