WHO rätselt um die Ursachen der Schweinegrippe
Die Weltgesundheitsorganisation sucht in Zusammenarbeit mit den betroffenen Ländern fieberhaft nach den Ursachen der Schweinegrippe.
Vier Labore seien weltweit damit
befasst, das mutierte Virus zu analysieren und die Entwicklung von
Impfstoffen vorzubereiten, sagte WHO-Sprecher Gregory Hartl am
Dienstag in Genf.
Übertragungen. "Wir wissen, dass alle Übertragungen bisher von Mensch zu Mensch
vor sich gegangen sind", sagte Hartl. "Wir suchen noch nach dem
Ursprung (des Virus) und wissen nicht, wo das sein könnte." Es gebe
bisher noch keine konkreten Hinweise, dass es von Schweinen auf den
Menschen übertragen wurde. Auch der Genuss gekochten oder gebratenen
Schweinefleisches sei kein Problem.
Alarmstufe. Die WHO hatte in der Nacht auf Dienstag ihre Alarmstufe von Phase
3 auf 4 erhöht. Das bedeutet, dass das Virus sich von Mensch zu
Mensch ausbreitet. "Wir sind einer (weltweiten) Pandemie einen
bedeutenden Schritt näher gekommen", sagte Hartl. Andererseits könne
sich das Virus auch wieder verändern oder gar zurückziehen. "Das ist
jedenfalls jetzt die Zeit, sich vorzubereiten," meinte er an die
Länder und Regierungen gewandt.
Impfstoffe. Wenn es zu weiteren Ausbrüchen komme, müssten auch
Notfall-Impfstoffe produziert werden. Dies bedeute dann eine Erhöhung
auf Alarmstufe 5. Die höchste Stufe 6 zeigt an, dass eine Pandemie
herrscht. Nach dem Ausbruch der Vogelgrippe 2003 hätten nun fast alle
der über 150 der WHO angehörenden Länder Notfallpläne für eine
Pandemie, sagte er WHO-Sprecher.
Fälle. Die WHO-Wissenschafter können sich bisher auch nicht erklären,
warum es bei den 26 Fällen in Mexiko, bei denen Labors das mutierte
Virus nachgewiesen haben, zu sieben Todesfällen vor allem bei sonst
gesunden und jungen Erwachsenen gekommen ist. Dagegen verlaufen etwa
die 40 Fälle in den USA vergleichsweise harmlos.







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