Bezirk Leoben: Straßensperren sind aufgehoben
Am Donnerstagabend kam die überraschende Entscheidung, dass auch die Sperre der Straße von Eisenerz auf den Präbichl ab 20 Uhr aufgehoben wird. Radmer war ab 19 Uhr wieder erreichbar.
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In der Region rund um Eisenerz, Radmer und Vordernberg herrschte am Donnerstag Schneechaos. Die Präbichl-Nordrampe von Eisenerz bis auf die Passhöhe sollte auf Empfehlung der Lawinenkommission bis heute früh für den Verkehr gesperrt bleiben. Am Abend kam überraschend die Entwarnung: Ab etwa 20 Uhr war die Straße wieder frei befahrbar. Die Südrampe auf der Vordernberger Seite wurde am Donnerstagnachmittag gegen 15 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben, nachdem die Mitarbeiter der Straßenmeisterei die Schneeverwehungen beseitigt hatten. Völlig von der Umwelt abgeschnitten war Radmer, wo nach einem Lawinenabgang die L 127 dichtgemacht werden musste - die einzige Zufahrtsstraße in die Ortschaft.
"Wir in Radmer sind geeicht, jeder hat einen Vorrat. Außerdem haben wir einen Nahversorger im Ort. Zwei bis drei Tage abgeschnitten zu sein, ist also kein Problem", erklärt Siegfried Gallhofer, Bürgermeister von Radmer. Ein Problem sei, dass der Strom oft ausgefallen sei: "Das heißt, Akku sparen auch am Laptop und am Handy", so Gallhofer. Nach einer abendlichen Begehung der Lawinenkommission die Entscheidung: "Die Straße wird geräumt." Ab 19 Uhr war Radmer wieder erreichbar.
Für Ernst Puchner und seine Kollegen von der Lawinenkommission, die für den Präbichl zuständig ist, beginnt der Tag heute bereits mit einer Begehung um 6.30 Uhr in der Früh: "Wir schauen uns die Situation an und nehmen Absprengungen von Lawinen vor, wenn es notwendig ist", so Puchner. Und weiter: "Gestern Nachmittag gab es eine gewisse Entspannung der Wettersituation, es könnte sein, dass sie sich wieder verschärft." Die Wetterprognose sage weitere Schneefälle voraus.
Normaler Wintertag
Nach den Wetterkapriolen lachte in Eisenerz am Donnerstag Nachmittag kurzfristig die Sonne - begleitet von Sturmböen. "Wir sind das gewohnt. So ein Wetter mit heftigen Schneefällen ist für uns nichts Außergewöhnliches", so Christine Holzweber, Bürgermeisterin von Eisenerz. Die Bevölkerung nehme es gelassen: "Es war ein normaler Wintertag, Hamsterkäufe gibt es nicht." Die Straße durchs Gesäuse ist seit am Donnerstag Nachmittag wieder offen, über Hieflau sei Eisenerz ständig erreichbar gewesen. "Die wettermäßige Dramatik ist draußen", so Holzweber.
Die Situation auf der wetter- und verkehrstechnischen "Problemstelle" Präbichl werde sich in den kommenden Tagen eher entspannen, hofft Straßenmeister Bernhard Weichbold. "Die Temperaturen werden auf null Grad und höher klettern, sodass das Räumen der Straßen leichter wird und das Salzstreuen besser greift." Im Liesingtal sei fast alles wieder zweispurig befahrbar: "Es kommt immer wieder zu Verwehungen, wir werden in den kommenden Tagen kontinuierlich alles abarbeiten und freimachen", so Weichbold.











