Jahr der Tragödien und der Überraschungen
Erstaunlich, was die 561.094 Kärntnerinnen und Kärntner im Laufe dieses Jahres aushalten mussten, selbst anstellten, mit Glück überlebten oder mit Pech nicht. Eine gezwungenerweise willkürliche Chronik fasst eine Reihe von Geschehnissen zusammen.

Foto © JustStier Rudi floh in die lebenslängliche Frühpension
9000 Schweizer Kracher bastelten zwei Villacher Brüder zu einem Silvester-Feuerwerkskörper zusammen, ehe die Polizei eingriff und das Monster im Jänner kontrolliert sprengte. Einen Monat später hatte anderer Villacher (15) weniger Glück: Er starb beim Experimentieren mit Krachern.
Unglück des Jahres war zweifellos der Tod von Landeshauptmann Jörg Haider, der entweder zu schnell und alkoholisiert auf dem Heimweg ins Bärental in den Tod raste. Im Juli überstand VP-Chef Josef Martinz einen Unfall schwer verletzt. Schwarze Tage waren auch der 31. Mai, als bei zwei Unfällen vier Personen in Kärnten starben und der 26. Dezember: Da kamen in Osttirol drei Menschen ums Leben.
2008 wird von Unwetter "eingerahmt". Im Jänner tobte "Paula" durchs Land, legte Wälder um. Bei den Aufräumarbeiten starben allein in Kärnten über zehn Menschen. Im Dezember kam "Tine" und schneite Oberkärnten und Osttirol zu - zum Glück ohne Tote.
Wenig Platz für Wilderer-Romantik ließen Vater und Sohn aus dem Lavanttal, die binnen sechs Jahren 400 Tiere gewildert haben sollen und im Jänner verurteilt wurden.
Stier Rudi entkam dem Schlachthof und versteckte sich eine Woche im Wald, eher er erwischt - und nach Gut Aiderbichl begnadigt wurde. Letal endete der Aufenthalt von 130 Zierkarpfen in Klagenfurt. Sie starben im Jänner unter einer 30 Zentimeter dicken Eisdecke.





