Zigarettenstummel aus dem Auto werfen kann teuer werden
Fliegende Zigarettenstummel können zu einer Gefahr im Straßenverkehr werden. 726 Euro kann es kosten, wenn jemand während der Fahrt eine Zigarette aus dem Autofenster wirft. Im Extremfall drohen auch Haftstrafen.

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Dass Rauchen die eigene Gesundheit gefährdet, hat sich inzwischen herumgesprochen. Diese Entscheidung muss jeder für sich treffen. Wenn es aber um das Wohl der anderen geht - insbesondere anderer Verkehrsteilnehmer, gibt es klare Gesetze. Diese zu missachten, kann mitunter teuer werden.
Ob und wie sehr die Zigarette am Steuer die Verkehrssicherheit gefährdet, ist in Fachkreisen nach wie vor umstritten. "Klar ist aber, dass aus dem fahrenden Auto geworfene Zigaretten oder gar während der Fahrt entleerte Aschenbecher andere Verkehrsteilnehmer massiv in Gefahr bringen können", stellt ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer klar.
Die Straßenverkehrsordnung sieht für die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer durch aus dem Fenster geworfenen Müll, also auch brennende Zigaretten, eine Strafe von bis zu 726 Euro vor. "Generell ist es eine rücksichtslose und gefährliche Unsitte, Dinge einfach aus dem Fenster zu werfen. Im Einzelfall können auch strafrechtliche Konsequenzen die Folge sein", hält der Rechtsexperte fest.
Wenn eine weggeworfene Zigarette beispielsweise einen Waldbrand verursacht, kann das neben Schadenersatzansprüchen auch eine gerichtliche Verurteilung mit Geld- oder sogar Freiheitsstrafe nach sich ziehen.
Dass die Strafen nicht immer so hoch sind, zeigt ein Fall aus Wien. Dort hat eine Autofahrerin durch ihre hinausgeworfene Zigarette zwar niemanden gefährdet, aber dennoch eine Straftat begangen. Sie wurde wegen eines Verstoßes gegen das Wiener Reinhaltegesetz zu einer Verwaltungsstrafe von 75 Euro verurteilt.











