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Zuletzt aktualisiert: 09.01.2009 um 18:55 UhrKommentare

St. Veiter Lokale stellen auf Raucher um

Mit 1. Jänner gilt ein neues Rauchergesetz. Im Bezirk St. Veit stellen viele Gastwirte, die keine 80 Quadratmeter große Gastraumfläche haben, auf Raucherlokal um - "aus wirtschaftlichen Gründen".

Foto © KLZ

Beim Rauchen scheiden sich die Geister, insbesondere in Gasthäusern, Cafés und anderen Lokalitäten. Dort treffen Nichtraucher und solche, die sehr wohl zur Zigarette greifen, schon seit jeher aufeinander. Im Bezirk St. Veit zeigt aber eine Umfrage klar: Viele derjenigen, die weniger als 80 Quadratmeter Gastraumfläche haben, stellen auf Raucherlokal um.

Kaffee und Zigarette. In St. Veit sind zum Beispiel M2, Vipresso und das Rathauscafé ab sofort ein Raucherlokal. "Bei mir sind beide Räume Raucherzone", sagt Otto Kullnig, Chef des Rathauscafés, der wirtschaftliche Gründe als Basis seiner Entscheidung nennt. "80 Prozent meiner Kunden sind sicherlich Raucher. Kaffee-Trinken und Rauchen gehört eben zusammen", argumentiert er. Daher hat auch er auf seiner Eingangstüre das grüne Raucherpickerl angebracht. "Hier dürfen Sie rauchen!", heißt das.

Hohe Umbaukosten. Das Café Holzmann hingegen bleibt, weil es groß genug ist, in Raucher und Nichtraucher unterteilt. "Mir wäre jedoch am liebsten ein generelles Verbot", sagt Chef Walter Motschiunig, der auch auf die Wirtschaftskammer böse ist, weil durch Umbauten in den Gasträumen sehr hohe Kosten für die einzelnen Unternehmer entstehen. Bei einem generellen Rauchverbot würden sich die Lokalbesitzer das alles ersparen, so Motschiunig: "In Italien und Deutschland funktioniert das ja auch."

Das neue Gesetz

Fläche: Lokale, die kleiner als 50 Qua-dratmeter sind, müssen sich entscheiden, ob sie ein Raucher- oder ein Nichtraucherlokal sein wollen. Die zwischen 50 und 80, müssen einen Antrag stellen. Solche über 80 brauchen eine räum-liche Trennung.

Raucherpickerl. In Friesach hat die Konditorei Craigher am Hauptplatz ebenfalls auf Raucher umgestellt. "Etwas anderes wäre nicht machbar", sagt Chef Dieter Craigher. Dort gibt es aber eine leistungsfähige Lüftungsanlage. Das Café Petersberg ist auch zum Raucherlokal geworden. "Ich habe ja weniger als 80 Quadratmeter, außerdem sind bei mir sicherlich 95 Prozent meiner Kunden Raucher", sagt Chef Elmar Grabner. Auch er hat das grüne Raucherpickerl in seinem Lokal angebracht. Und im Perkonigg-Stüberl von Gertrude Isopp in Straßburg ist es nicht anders: "Ich habe ein kleines Lokal, daher ist es ein Raucherlokal", sagt Isopp.

ANDREAS KANATSCHNIG

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