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Zuletzt aktualisiert: 27.10.2008 um 13:47 UhrKommentare

Kohlenmonoxid-Belastung durch Rauchen: Verheerendes Zeugnis für Österreich

Laut einer Vergleichsstudie liege Österreich diesbezüglich auf dem 30. und letzten Rang, Großbritannien schneide am besten ab. Unterschied zwischen Passiv- und aktiven Gelegenheits-Rauchern sei gering, so Mediziner.

Das ungesunde "Menü" so mancher Österreicher

Foto © APDas ungesunde "Menü" so mancher Österreicher

Umfassende Rauchverbote an Arbeits- und öffentlichen Plätzen - einschließlich der Gastronomie - führen laut EU-weiten Untersuchungen zu einer deutlichen Abnahme von Kohlenmonoxid (CO) in Atemluft und Blut: Innerhalb von zwei Jahren wurden 223.050 Messungen bei aktiven und passiven Rauchern durchgeführt und ausgewertet, hieß es am Montag bei einer Pressekonferenz in Wien. Während in allen anderen Ländern die CO-Belastung seit 2006 abnahm, habe es in Österreich ein Zunahme gegeben.

Abgenommen. Insgesamt habe die CO-Belastung seit 2006 bei Nichtraucher um 28 Prozent, bei Tabakkonsumenten um sechs Prozent abgenommen, so der Wiener Umwelthygieniker Manfred Neuberger über die EU-weiten Ergebnisse der Messungen im öffentlichen Raum, an Arbeitsplätzen oder auch bei Veranstaltungen. Überdurchschnittlich viele Raucher beteiligten sich an den freiwilligen Untersuchungen.

Auf letztem Rang. Zurückzuführen sei das Ergebnis auf Verbote und Einschränkungen, die viele andere Staaten beim Tabakkonsum in den vergangenen Jahren eingeführt hätten, erklärte Neuberger. Auch Maßnahmen wie die Preispolitik, Präventionsprogramme, Werbeverbote und Therapiemöglichkeiten hätten einen Einfluss auf die CO-Konzentration. Laut einer Vergleichsstudie liege Österreich diesbezüglich auf dem 30. und letzten Rang, Großbritannien schneide am besten ab.

Klare Zahlen. Ist das Qualmen in der Öffentlichkeit absolut Tabu, finden sich in den Lungen von Nichtrauchern 2,5 ppm (Teile pro Millionen Teile) Kohlenmonoxid, so die Studie. Bei der bloßen Einschränkung des Rauchens ist der Wert im Durchschnitt mehr als doppelt so hoch (5,2 ppm). Zum Vergleich: Die CO-Konzentration in der Außenluft darf per Gesetz 8.5 ppm nicht überschreiten. Bei Rauchern übersteigt der Gehalt der Atemluft diese Wert um mehr als das Doppelte (17,5 ppm).


Weniger Gestank

In Österreich treten mit 1. Jänner 2009 strengere Nichtraucherschutzbestimmungen in Lokalen in Kraft: Gequalmt werden darf laut neuem Tabakgesetz nur noch in bestimmten Ausnahmefällen - in Betrieben mit bis zu 50 Quadratmetern Fläche oder 80 Quadratmeter großen Gaststätten mit einem Extra-Raum. Bei einer Größe dazwischen wird im Einzel-
fall entschieden
, ob räum-
liche Trennung möglich ist.

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