Pakistan: Immer mehr Menschen sind obdachlos

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Die Flutkatastrophe in Pakistan nimmt immer größere Ausmaße an. Am Samstag sind nach Behördenangaben nun auch zahlreiche Dörfer und Städte im Süden des Landes evakuiert worden. Zehntausende Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Tausende Flutopfer sind noch ohne Unterkunft, Nahrung und Wasser.
Der Bedarf an Spenden und Hilfsgütern sei viel höher als zunächst veranschlagt, sagte eine Sprecherin des UN-Flüchtlingswerks in Pakistan in einem Gespräch mit Deutschlandradio Kultur. Das "Bündnis Entwicklung hilft" warnte am Samstag vor der Ausbreitung von Cholera und Malaria. Aus der Region Punjab seien bereits Cholera-Fälle gemeldet worden.
Ein Fünftel des Landes steht seit Beginn der Flutkatastrophe Ende Juli bereits unter Wasser. Militär, Polizei und freiwillige Helfer versuchten, vor allem im südlichen Distrikt Shadadkot die Deiche des mächtigen Indus zu sichern, sagte ein Behördensprecher. Mehr als 90 Prozent der dortigen Bevölkerung habe vor den Fluten gerettet werden müssen.
Fast eine Million Häuser sind nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde NDMA bereits zerstört worden. Knapp 1.500 Menschen kamen ums Leben, mehr als 2.000 wurden verletzt. Insgesamt sind mehr als 15 Millionen Menschen direkt oder indirekt von der Katastrophe betroffen.
Die Weltgemeinschaft hat Pakistan bei einer Geberkonferenz der Vereinten Nationen mehr Hilfe zugesagt. Die UN hatten gefordert, im kommenden Vierteljahr mindestens 460 Millionen Dollar für die Versorgung der Flutopfer bereitzustellen.
Nach langem Zögern nimmt Pakistan auch die Fluthilfe des verfeindeten Nachbarlandes Indien an. Indien hatte Pakistan in der vergangenen Woche Hilfsgüter im Wert von 5 Millionen Dollar angeboten.








