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Zuletzt aktualisiert: 02.08.2010 um 11:23 UhrKommentare

Rettungskräfte in Pakistan überfordert

Nach den verheerenden Überschwemmungen in Pakistan können die Rettungskräfte den zahlreichen Hilferufen aus der Region kaum nachkommen. Die vom Monsunregen ausgelösten Überschwemmungen sind die schwersten in Pakistan seit rund 80 Jahren.

Foto © APA

Schätzungsweise 28.000 Menschen waren am Montag noch von den Wassermassen eingeschlossen. Obwohl die Regierung mindestens 30.000 Soldaten in das Katastrophengebiet entsandt hat, klagten Überlebende über unzureichende Unterstützung: "Wir brauchen Zelte", forderten am Montag Einwohner des Dorfes Kamp Koroona im Bezirk Nowshera, einer der am schwersten betroffenen Regionen.

Hunderte Dorfbewohner warteten auf dem Mittelstreifen einer Schnellstraße, die an Kamp Koroona vorbeiführt, in Notunterkünften aus Plastikplanen und Decken auf Hilfe. Der wenige Meter breite Sandstreifen, zu dessen beiden Seiten Autos fahren, war der einzig trockene Zufluchtsort. "Das Hemd, das ich anhabe, ist mein einziges. Alles andere ist hin", sagte einer der Dorfbewohner, Faisal Islam.

Über 1.000 Todesopfer

Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörden in der betroffenen Provinz Khyber-Pakhtoonkhwa kamen in den Fluten mindestens 1.100 Menschen ums Leben, das Büro von Ministerpräsident Yusuf Raza Gilani gab die Zahl der Hochwassertoten zuletzt mit 870 an.

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon hat indes dem Land weitere Hilfe zugesagt. Ban sei "tief betrübt" über die hohe Zahl der Toten und das Ausmaß der Zerstörung durch den heftigen Monsun-Regen, erklärte sein Sprecher am späten Sonntagabend (Ortszeit) in New York. Die Vereinten Nationen stünden zu ihrer Verpflichtung zu humanitärer Hilfe. Ban gab demnach eine Soforthilfe von zehn Millionen US-Dollar (7,6 Millionen Euro) frei.


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