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    Zuletzt aktualisiert: 13.02.2013 um 18:04 UhrKommentare

    Riss in Beton: Neue Therme evakuiert

    Bei einer Routinekontrolle wurde entdeckt, dass eine Konsole im Schwimmraum gebrochen war. Aus Sicherheitsgründen wurde die Therme am Mittwoch vorerst gesperrt, über 600 Besucher mussten die Therme verlassen. Von Thomas Cik.

    Besucher verlassen Mittwochnachmittag die gesperrte Therme; kleines Foto: der Riss im Beton

    Foto © Cik (2)/MontageBesucher verlassen Mittwochnachmittag die gesperrte Therme; kleines Foto: der Riss im Beton

    Wegen technischer Revisionsarbeiten müssen wir Sie bitten, die Therme zu verlassen." Mit diesem Satz wurden gestern gegen 15 Uhr rund 640 Gäste aus der Kärnten Therme gebeten.

    Doch was die Thermen-Besucher nicht wussten, als sie überraschend aus dem Haus gebeten wurden: Tatsächlich war es ein grober Mangel, der die Betreiber zu diesem Schritt veranlasste. "Bei einer Stahlbeton-Konsole, die ein tragender Teil der Konstruktion ist, wurde bei einem Routine-Rundgang ein Riss entdeckt", sagt Alfred Winkler, Geschäftsführer der Errichtergesellschaft. Gut 40 Zentimeter lang ist der Riss, auf dem die Deckenkonstruktion hängt.

    Nach einer Erstbeschau mit Statiker Markus Lackner stand fest: Die Therme wird für die nächsten zwei Wochen geschlossen bleiben. Mindestens. "Wir werden jetzt eine Schnellmaßnahme durchführen, um das Gebäude abzusichern. Dann werden wir die Sanierung planen", sagt Winkler und macht klar, dass dieser Riss keine Kleinigkeit ist - erst recht in einem Gebäude, das erst vor einem halben Jahr eröffnet wurde. "Ich will niemandem eine Schuld zuweisen, aber das ist ein grober Baumangel."

    Susanna Mayerhofer, Geschäftsführerin der Therme, gibt sich zerknirscht: "Gerade in dieser Zeit ist das verheerend - wegen des Imageschadens, aber auch weil wir Ferien mit perfektem Thermenwetter haben."

    Steuer-Millionen

    Die Kosten für die Therme werden mit 45 Millionen Euro angegeben, Mehrheitseigentümerin - und damit größte Zahlerin des Neubaus - ist mit 53 Prozent die Stadt Villach. Die Kärntner Tourismusholding hält 34 Prozent, den Rest halten die Familien Lukeschitsch-Mayerhofer.

    THOMAS CIK

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