Umweltsünder BP schon wieder auf der Siegerstraße
780 Millionen Liter Öl, die aus einer lecken Ölquelle ins Meer geflossen sind, schlugen sich bisher mit 39,9 Milliarden US-Dollar zu Buche. Trotzdem scheinen die "British Polluters", wie Umweltschützer den Ölmulti anprangern, schon wieder in der Gewinnzone.

Foto © APEr dürfte von der Jubelmeldung wenig haben...
Trotz der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko und damit verbundenen Milliardenkosten ist der britische Energiekonzern BP wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Im dritten Quartal machte BP trotz weiterer Kosten für die Ölpest in Höhe von 7,7 Milliarden US-Dollar (5,5 Milliarden Euro) einen Gewinn von 1,8 Milliarden Dollar. Im zweiten Quartal hatte noch ein Verlust in Höhe von 17 Milliarden Dollar zu Buche gestanden. Im Vorjahresquartal hatte BP einen Gewinn von fünf Milliarden Dollar ausgewiesen.
"Die Ergebnisse zeigen, dass wir nach dem tragischen Unfall auf der Ölplattform Deepwater Horizon und dem daraufhin auslaufenden Öl wieder auf dem Weg der Erholung sind", sagte Vorstandschef Bob Dudley am Dienstag in London. Insgesamt hat BP bisher 39,9 Milliarden Dollar für den größte Ölkatastrophe in der Geschichte der USA ausgegeben. Um die Kosten aufzufangen, will BP Unternehmensteile für bis zu 30 Milliarden Dollar verkaufen. Der Prozess mache gute Fortschritte, Verkäufe für 14 Milliarden Dollar seien bereits "festgezurrt".
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20. April
Die Ölplattform "Deepwater Horizon" war am 20. April im Golf von Mexiko explodiert. Elf Arbeiter kamen dabei ums Leben. Aus der lecken Ölquelle flossen mehr als 780 Millionen Liter Öl ins Meer. Erst Mitte Juli konnte das Bohrloch provisorisch verschlossen werden. Bis zur endgültigen Versiegelung vergingen nochmals mehrere Wochen.











