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Rekordstrafe für BP wegen Ölpest bestätigt Einmalzahlungen: BP erkauft sich Klageverzicht Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Ölpest Nächster Artikel Rekordstrafe für BP wegen Ölpest bestätigt Einmalzahlungen: BP erkauft sich Klageverzicht
Zuletzt aktualisiert: 20.08.2010 um 12:08 UhrKommentare

Plattformbesitzer macht BP Vorwürfe

Nach der folgenschweren Explosion einer Ölbohrplattform im Golf von Mexiko hat ihr Besitzer Transocean dem Plattformbetreiber BP vorgeworfen, wichtige Dokumente zu dem Unglück zurückzuhalten.

Derzeit finden im Golf von Mexiko noch immer Entlastungsbohrungen statt

Foto © APDerzeit finden im Golf von Mexiko noch immer Entlastungsbohrungen statt

"BP hat weiter seinen Widerwillen, wenn nicht sogar völlige Ablehnung, demonstriert, wenigstens die grundlegendsten Informationen an Transocean weiterzuleiten", schrieb Transocean-Anwalt Steven L. Roberts in einem Brief an drei US-Regierungsmitglieder sowie führende Kongressmitglieder, der der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag (Ortszeit) vorlag.

Das Verhalten des britischen Energiekonzerns sei "beunruhigend", schrieb Roberts. Schließlich habe sich BP wiederholt öffentlich zu Offenheit und einer fairen Untersuchung des Unglücks verpflichtet. Außerdem scheine es, "dass BP Beweise zurückhält im Zuge des Versuchs, jede andere Stelle von einer Untersuchung abzuhalten".

Mitschuld?

Der in der Schweiz ansässige Konzern Transocean hatte die Plattform "Deepwater Horizon" an BP verpachtet. Nach der Explosion der Anlage, bei der am 20. April elf Arbeiter starben, gingen auch bei Transocean Entschädigungsforderungen ein. Transocean weist eine Mitschuld an dem größten Öl-Unfall in der US-Geschichte zurück und forderte das zuständige Gericht auf, seine Haftbarkeit auf 27 Millionen Dollar (21 Millionen Euro) zu beschränken.

BP wies die Anschuldigungen von Transocean umgehend zurück. Der Brief sei ein "PR-Trick", um von "Transoceans möglicher Rolle bei der 'Deepwater-Horizon'-Tragödie" abzulenken, schrieb BP-Anwalt James Neath in einem Antwortschreiben. Der Transocean-Brief enthalte "viele falsche und irreführende Behauptungen". In Wirklichkeit habe BP Transocean "tausende Seiten von Dokumenten" zu dem Öl-Unfall zukommen lassen, darunter Labortestergebnisse und die erste Nutzungsplänen für die Ölplattform.


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