Lockerbie-Attentat: BP im Zwielicht?
muss sich am 29. Juli einer Anhörung des US-Ausschusses stellen. Der Ölmulti hatte eingeräumt, bei der britischen Regierung vorstellig geworden zu sein.

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Großbritannien zufolge hat der Ölkonzern BP keinen Einfluss auf die Freilassung des libyschen Lockerbie-Attentäters Abdel Basset al-Megrahi aus schottischer Haft genommen. Das schrieb der britische Außenminister William Hague in einem Brief an US-Außenministerin Hillary Clinton und den Vorsitzenden des Ausschusses für Auswärtige Beziehungen im US-Senat, John Kerry, am Samstag.
"Es gibt keine Beweise, BP habe auf die schottischen Behörden wegen der Freilassung von Al-Megrahi Einfluss genommen, untermauert", hieß es in dem Brief, der Reuters vorliegt. BP muss sich am 29. Juli einer Anhörung des US-Ausschusses stellen.
Der Ölmulti hatte eingeräumt, bei der britischen Regierung vorstellig geworden zu sein. Man sei besorgt gewesen, dass Verzögerungen bei der Freilassung Al-Megrahis ein Bohrvorhaben vor der libyschen Küste beeinträchtigen könnten. BP erklärte jedoch, in der Sache selbst nicht Einfluss genommen zu haben.
Die USA hatten 2009 verärgert auf die Haftentlassung Al-Megrahis reagiert. Er war wegen des Bombenanschlags im Jahr 1988 auf ein PanAm-Flugzeug verurteilt worden. Bei der Explosion über der schottischen Ortschaft Lockerbie wurden 270 Menschen getötet.











