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Rekordstrafe für BP wegen Ölpest bestätigt Einmalzahlungen: BP erkauft sich Klageverzicht Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Ölpest Nächster Artikel Rekordstrafe für BP wegen Ölpest bestätigt Einmalzahlungen: BP erkauft sich Klageverzicht
Zuletzt aktualisiert: 28.05.2010 um 16:42 UhrKommentare

BP gibt "Top Kill" noch bis Sonntag Zeit

Erst am Sonntag will BP auswerten, ob "Top Kill" Aussichten auf Erfolg hat. Falls der Versuch scheitern sollte, kämen andere Abdichtungsverfahren zur Anwendung. Unterdessen erwartet die Unglücksregion eine besonders schlimme Hurrikansaison.

Foto © AP

Der bisher erfolglose Versuch, das Bohrloch im Golf von Mexiko mit schwerem Schlamm abzudichten, soll bis Sonntagmitternacht (Ortszeit) fortgeführt werden. Der britische Ölkonzern BP wolle dann auswerten, ob die sogenannte Operation "Top Kill" Aussichten auf Erfolg habe, sagte eine Konzernsprecherin am Freitag der Nachrichtenagentur dpa in London. Falls der Versuch scheitere, habe BP noch "verschiedene andere Optionen" zum Schließen des Lecks. Wie viel Öl insgesamt in der Quelle steckt, wolle BP nicht bekanntgeben.

Neues Verfahren "Lower marine riser package"

Der Ölkonzern habe bereits Vorkehrungen für den Einsatz einer neuen Technik getroffen, sagte die BP-Sprecherin weiter. Dabei handle es sich um ein Oberflächen-Abdichtungssystem. Bei dem Verfahren ("lower marine riser package") soll das bestehende Steigrohr zur Quelle am Meeresgrund entfernt und durch ein neues, breiteres Rohr mit einer Ringdichtung ersetzt werden. Auf diese Weise solle der Großteil des ausströmenden Öls und Gases aufgefangen werden.

Zwei weitere Bohrlöcher werden gebohrt

Parallel dazu bohre BP weiter an zwei Stellen, um das bestehende Bohrloch zu entlasten. Damit sei am 2. und 16. Mai begonnen worden, sagte die Sprecherin. Diese Zapfquellen sollen innerhalb von drei Monaten einsatzbereit sein.

1.300 Schiffe sammeln Öl auf

Rund 1.300 Schiffe seien im BP-Auftrag unterwegs, um ausgetretenes Öl aufzusammeln, chemisch aufzulösen oder mit Barrieren aufzuhalten. Mehr als 43 Millionen Liter Rohöl seien schätzungsweise bisher in den Golf von Mexiko geströmt. Für die Schäden wolle der Ölkonzern vollständig aufkommen, sagte die Sprecherin. "Wir sind stark genug, um die Forderungen zu tragen."


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