Ölpest: Kosten für Aufräumarbeiten explodieren
Die Ölpest im Golf von Mexiko hat BP bisher fast eine Milliarde Dollar (fast 816 Millionen Euro) gekostet. Noch sei es "zu früh" zu sagen, welche Gesamtkosten die Explosion der Ölbohrplattform "Deepwater Horizon" verursachen werde.

Foto © APADie Kosten für die Aufräumarbeiten gehen in die Milliarden Dollar
Die Kosten beliefen sich bis jetzt auf 930 Millionen Dollar (759 Millionen Euro), erklärte das Unternehmen am Freitag in London. In der Summe enthalten seien die Kosten für den Schutz der Küsten vor dem austretenden Öl, für die Reinigung und die Versuche, das lecke Ölbohrloch abzudichten sowie Entschädigungszahlungen. Es handelt sich um die größte Ölkatastrophe in der Geschichte der Vereinigten Staaten.
"Top Kill" wird fortgesetzt
Wie BP ebenfalls am Freitag mitteilte, wurde der Versuch fortgesetzt, das lecke Bohrloch in 1.500 Metern Tiefe mit einer Art Schlammkanone zu verschließen. Die Arbeiten waren 16 Stunden ausgesetzt worden, nach Unternehmensangaben um das bisherige Ergebnis zu überprüfen. Bei der "Top Kill"-Methode soll das Bohrloch erst mit Spezialschlamm verstopft und dann mit Zement versiegelt werden.
Am Freitag wollte sich US-Präsident Barack Obama bei einem zweiten Kurzbesuch erneut ein Bild von der Lage der Ölpest im Golf von Mexiko machen und mit Experten sprechen. Am Donnerstagabend hatte der zunehmend unter Druck stehende Präsident dem Sender CNN zufolge gesagt: "Ich übernehme die Verantwortung. Es ist mein Job, sicherzustellen, dass alles getan wird, das zu beenden."











