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Rekordstrafe für BP wegen Ölpest bestätigt Einmalzahlungen: BP erkauft sich Klageverzicht Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Ölpest Nächster Artikel Rekordstrafe für BP wegen Ölpest bestätigt Einmalzahlungen: BP erkauft sich Klageverzicht
Zuletzt aktualisiert: 26.05.2010 um 11:30 UhrKommentare

Massive Probleme vor Explosion der Bohrinsel

Wenige Stunden vor der Katastrophe auf der Bohrinsel "Deepwater Horizon" soll BP über "sehr großen Abnormalitäten" unterrichtet worden sein. Außerdem habe es Probleme bei der Ausstattung für Notfälle gegeben.

Es gab scheinbar schwere Problem kurz vor dem Brand auf der Ölplattform "Deepwater Horizon"

Foto © APEs gab scheinbar schwere Problem kurz vor dem Brand auf der Ölplattform "Deepwater Horizon"

Der britische Ölkonzern BP hat offenbar vor der Explosion auf der Bohrinsel "Deepwater Horizon" Hinweise auf massive Probleme auf der Plattform gehabt. Wenige Stunden vor der Detonation hätten Drucktests in einem Bohrloch "sehr große Abnormalitäten" ergeben, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Notiz von zwei US-Abgeordneten hervorgeht, die von dem Unternehmen über interne Untersuchungen informiert worden waren.

BP hat sich bisher noch nicht zu der Mitteilung der beiden Politiker geäußert, die einem Ausschuss zur Untersuchung der Katastrophe angehören. Der Konzern hat zusammen mit Transocean "Deepwater Horizon" betrieben. Bei der Explosion vor etwa fünf Wochen waren elf Menschen ums Leben gekommen. Seit dem Untergang der Bohrinsel strömen Unmengen Öl ins Meer aus und bedrohen sensible Umweltsysteme an den US-Küsten. Am Mittwoch wollte BP versuchen, Schlamm in das Bohrloch in 1.600 Metern Tiefe zu pressen, um es so zu verschließen.

Strengere Sicherheitsbestimmungen

Als Reaktion auf das Unglück wird US-Präsident Barack Obama einem Bericht zufolge am Donnerstag deutlich schärfere Regelungen für Ölbohrungen im Meer ankündigen. Wie die Zeitung "Wall Street Journal" am Dienstag (Ortszeit) in ihrer Online-Ausgabe berichtet, will Obama die Ölindustrie zur Einhaltung strengerer Sicherheitsbedingungen verpflichten. Außerdem wolle die US-Regierung mehr und rigidere Kontrollen auf Ölplattformen vor der Küste einführen. Die Zeitung bezieht sich in ihrem Bericht auf Aussagen von einem hochrangigen Berater Obamas.

Dem Bericht zufolge wird Obama am Donnerstag eine Rede halten, nachdem er vom Innenministerium einen Untersuchungsbericht über das Versinken der BP-Ölplattform "Deepwater Horizon" am 22. April erhalten haben wird. Obama und seine Regierung sind zunehmend unter Druck geraten, weil sie Kritikern zufolge zu spät auf die Umweltkatastrophe regiert und zu wenig dagegen getan haben. Am Freitag will der Präsident zum zweiten Mal die von der Ölpest betroffene Region im Bundesstaat Louisiana besuchen.


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