US-Regierung untersucht zweite BP-Förderanlage
Innenminister Ken Salazar sagte am Dienstag in einer Anhörung vor einem Senatsausschuss in Washington, man gehe Hinweisen wegen möglicher Sicherheitsbedenken auf der Plattform "Atlantis" nach, die ebenfalls im Golf von Mexiko steht.

Foto © ReutersDie US-Regierung nimmt Öl-Plattformen von BP unter die Lupe (Symbolbild)
Die US-Regierung prüft mögliche Sicherheitsprobleme auf einer weiteren Ölförderplattform des Konzerns BP. Die betroffene Plattform "Atlantis", an der BP einen Anteil von 56 Prozent hält, ist mit einer Fördermenge von täglich 200.000 Barrel Öl eine der größten Ölförderanlagen der USA.
Mitschuld der US-Behörden
Salazar räumte unterdessen eine Mitverantwortung der US-Regierung für die Ölkatastrophe nach dem Untergang der BP-Plattform "Deepwater Horizon" vor einem Monat ein. Das Innenministerium und die ihm unterstellte Abteilung für die Ausbeutung der Bodenschätze seien mitverantwortlich, sagte der Minister. "In diesem Haus muss saubergemacht werden", fügte er hinzu. Seit dem Untergang der Plattform strömen jeden Tag Hunderttausende Liter Öl ins Meer und bedrohen die empfindlichen Öko-Systeme an den Küsten mehrerer Bundesstaaten.
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Vorgeschichte
Seit der Explosion der Bohrinsel "Deepwater Horizon" vor mehr als drei Wochen fließen Schätzungen zufolge jeden Tag mindestens 5.000 Barrel Öl in den Golf von Mexiko. BP hatte erklärt, die Verantwortung für den Schaden zu übernehmen. Insgesamt sind 13.000 Menschen an der Reinigungsaktion und Schadensbegrenzung beteiligt.










