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    Zuletzt aktualisiert: 25.04.2012 um 14:55 UhrKommentare

    "Erfindungen": Breivik will Gerichtsgutachten anfechten

    Ein Gutachten hat den norwegischen Attentäter für unzurechnungsfähig erklärt. Breivik wehrt sich. Das Dokument enthalte über 200 Fehler.

    Foto © APA

    Der geständige Massenmörder Anders Behring Breivik will ein Unzurechnungsfähigkeits-Gutachten anfechten. Der 33-jährige Norweger werde seine Entgegnung während am Mittwoch vorbringen, hieß es im Vorfeld der Gerichtsverhandlung in Oslo. Die Frage nach dem Geisteszustand des Attentäters ist in dem Prozess gegen Breivik von großer Bedeutung.

    Sie könnte Einfluss darauf haben, ob dieser seine Strafe in einem gewöhnlichen Gefängnis oder in einer psychiatrischen Klinik verbüßen muss. Ein Gerichtsgutachten vom vergangenen November hatte Breivik für unzurechnungsfähig erklärt. Das Ergebnis war in der Öffentlichkeit heftig kritisiert und auch von Experten angezweifelt worden. Deshalb wurde eine zweite Beurteilung angeordnet. Breivik behauptet, das Gutachten enthalte mehr als 200 Fehler - er will die volle Verantwortung für seine Taten übernehmen. Ein zweites Gutachten hatte ihn für schuldfähig erklärt. Die beiden Gutachterteams verfolgen den Prozess und sollen später gehört werden.

    Breivik hatte am 22. Juli insgesamt 77 Menschen getötet. Bei einem Amoklauf auf der Fjordinsel Utöya starben 69 Teilnehmer eines Sommercamps der Jugendorganisation der norwegischen Sozialdemokraten. Acht Menschen starben bei einer Explosion in der Osloer Innenstadt, mehr als 200 Menschen wurden verletzt.

    In der Verhandlung am Mittwoch sollen weitere Anhörungen zu dem Bombenattentat in Oslo stattfinden. Breivik muss sich wegen Terrorismus und vorsätzlichen Mordes verantworten. Er hat seine Taten gestanden, bekennt sich aber nicht schuldig. Der Prozess soll insgesamt zehn Wochen dauern, das Urteil wird für Mitte Juli erwartet.

    Quelle: APA

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      Am 22. Juli 2011 tötete der rechtsradikale Norweger Anders Behring Breivik bei einem Bombenanschlag im Osloer Regierungsviertel und einem anschließenden Massaker auf der Insel Utöya insgesamt 77 Menschen.

       

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