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    Zuletzt aktualisiert: 06.02.2012 um 14:32 UhrKommentare

    Öffentliche Anhörung: Breivik sonnte sich im Medienrummel

    Anders Behring Breivik, der bei zwei Anschlägen im Juli des Vorjahres 77 Menschen getötet hatte, ließ sich bei dem Gerichtstermin erstmals öffentlich filmen und fotografieren. Der 32-Jährige handelte aus seiner Sicht "in Notwehr", um Norwegen vor einer "ethnischen Säuberung" zu bewahren.

     Anders Behring Breivik genoss die Aufmerksamkeit der Medien sichtlich

    Foto © AP Anders Behring Breivik genoss die Aufmerksamkeit der Medien sichtlich

    Der norwegische Massenmörder Anders Behring Breivik hat seine sofortige Freilassung gefordert. "Ich akzeptiere meine Inhaftierung nicht, ich fordere, umgehend freigelassen zu werden", sagte der 32-jährige Rechtsextremist und Islamhasser am Montag bei einem Haftprüfungstermin in der norwegischen Hauptstadt Oslo. Seine beiden Attentate vom Juli, bei denen er insgesamt 77 Menschen tötete, nannte Breivik "vorbeugende Anschläge gegen Staatsverräter" zur Verteidigung der "ethnisch norwegischen Bevölkerung".

    Gelächter im Gerichtssaal

    In den Zuschauerreihen des Gerichtssaals, wo Überlebende und Angehörige von Opfern saßen, brach Gelächter aus, als der Angeklagte seine sofortige Freilassung aus der U-Haft forderte. Breivik hatte am 22. Juli des vergangenen Jahres zunächst im Regierungsviertel von Oslo mit einer Autobombe acht Menschen getötet. Anschließend erschoss er in einem Sommerlager der regierenden Arbeiterpartei auf der Insel Utöya 69 überwiegend jugendliche Teilnehmer. Mitte April soll in Oslo der Prozess gegen Breivik beginnen.

    Bei dem Haftprüfungstermin wurde der 32-Jährige erstmals öffentlich von einem massiven Medienaufgebot fotografiert und gefilmt. Er hob seine gefesselten Hände kurz in Richtung Zuhörer und Medien, was der Verteidiger Geir Lippestad später als "Versuch zu einem rechtsextremistischen Gruß" darstellte. Der erklärtermaßen an öffentlicher Aufmerksamkeit interessierte Attentäter hatte sein Einverständnis für Fotos und TV-Bilder gegeben. Das Gericht wollte nach der kurzen Verhandlung im Tagesverlauf über die Verlängerung der Untersuchungshaft entscheiden. Sie galt als sicher.

    Breivik spricht von "Notwehr"

    Vor der Haftrichterin, knapp hundert Angehörigen von Opfern und Überlebenden sowie 160 Medienvertretern begründete er seinen Bombenanschlag in Oslo und das Massaker auf Utöya damit, dass er "in Notwehr" Norwegen vor einer "ethnischen Säuberung" habe bewahren müssen. Breivik nannte das rechtspsychiatrische Gutachten "lächerlich", mit dem ihn zwei Gutachter als nicht zurechnungsfähig eingestuft haben.

    Seine Einstufung durch zwei Rechtspsychiater als psychotisch und paranoid-schizophren - und damit als nicht straffähig - war in Norwegen auf ein stark geteiltes Echo gestoßen. Kurz nach dem Jahreswechsel hatte das Gericht eine erneute psychiatrische Untersuchung des geständigen, rechtsradikalen Islamhassers angeordnet.

    Norwegens größte TV-Sender übertrugen live, wie Breivik in dunklem Anzug und Krawatte den Gerichtssaal betrat. Internetmedien ließen ihre Reporter direkt und nach Möglichkeit wörtlich aus dem Gerichtssaal wiedergeben, was Breivik dort äußerte. Überlebende der Anschläge und Angehörige der 77 Toten hatten sich wiederholt kritisch über die massive Medienaufmerksamkeit für den Attentäter geäußert.


    Fakten

    Dem 32-Jährigen wird vorgeworfen, am 22. Juli vergangenen Jahres zuerst acht Menschen durch eine Bombe im Osloer Regierungsviertel getötet zu haben und danach auf der Insel Utöya ein Massaker an Teilnehmern eines Sommerlagers verübt zu haben, bei dem 69 Menschen starben. Breivik hatte die Tat gestanden, sich aber nicht schuldig bekannt.

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      Am 22. Juli 2011 tötete der rechtsradikale Norweger Anders Behring Breivik bei einem Bombenanschlag im Osloer Regierungsviertel und einem anschließenden Massaker auf der Insel Utöya insgesamt 77 Menschen.

       

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