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Zuletzt aktualisiert: 23.07.2011 um 13:22 Uhr

Als Polizist getarnt in Versammlung gefeuert

"Er sagte, er sei geschickt worden, um die Sicherheit zu überprüfen. Das sei reine Routine nach dem Anschlag in Oslo", so ein Zeuge über den Verdächtigen, der sich als Polizist ausgewiesen hatte.

Der mutmaßliche Täter

Foto © www.vgo.noDer mutmaßliche Täter

Attentäter beim Anschlag auf ein norwegisches Ferienlager auf der Insel Utöya ist offenbar mit einer Pistole und einem Gewehr ausgerüstet gewesen. Mindestens 84 Jugendliche starben bei dem Massaker am frühen Freitagabend.

Als Augenzeuge berichtete ein von der sozialdemokratischen Jugendorganisation AUF beauftragter Wachmann, der mutmaßliche Attentäter sei in einem silbergrauen Lieferwagen gekommen. Er habe sich an Land als Polizist ausgewiesen und über der entsprechenden Uniform auch eine schusssichere Weste getragen. Er sei mit den zwei Waffen gekommen.

Weiter berichtete der als Wache fungierende Simon Bränden Mortensen: "Er sagte, er sei geschickt worden, um die Sicherheit zu überprüfen. Das sei reine Routine nach dem Anschlag in Oslo". Knapp zwei Stunden vorher war im Osloer Regierungsviertel eine Bombe detoniert, die nach Überzeugung der Polizei derselbe Täter platziert und ausgelöst hatte. Dabei starben sieben Menschen.

Der mutmaßliche Täter wurde mit einem Boot der Ferienlager-Organisation auf die kleine Insel Utöya gebracht, wo gut 600 Jugendliche ihre Ferien verbrachten. Dort schoss er als erstes in eine Versammlung, bei der die Buben und Mädchen über den Anschlag in Oslo informiert werden sollten.

Der 32-Jährige wurde später von einer Anti-Terror-Einheit festgenommen. Er soll nach Polizeiangaben rechtsnationalistisch und anti-islamisch eingestellt sein. Über erste Verhöre hieß es, der Mann sei "aussagebereit". Über seine Motive machte die Polizei noch keine Angaben.


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Am 22. Juli 2011 tötete der rechtsradikale Norweger Anders Behring Breivik bei einem Bombenanschlag im Osloer Regierungsviertel und einem anschließenden Massaker auf der Insel Utöya insgesamt 77 Menschen.

 

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